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Thursday, September 24, 2026

"Noch nicht marktfähig": Reiches Fachleute zweifeln offenbar an Mini-AKW

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"Noch nicht marktfähig"Reiches Fachleute zweifeln offenbar an Mini-AKW

24.09.2026, 09:19 Uhr

Immer wieder werden sie als preiswerte Lösung ins Spiel gebracht: kleine Kernkraftwerke, sogenannte Small Modular Reactors. Doch ausgerechnet im Haus von Wirtschaftsministerin Reiche zeigen sich laut einem Bericht nun Fachleute skeptisch.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist bekanntlich keine Freundin des Atomausstiegs Deutschlands. "Der Ausstieg aus der Atomkraft war ein großer Fehler", sagte sie im März auf einem Podium bei einer Konferenz in Houston. Dabei interessierte sie sich offenbar auch für Mini-AKWs, die sogenannten Small Modular Reactors (SMRs). "Europas SMR-Potenzial ist riesig", hieß es auf einem Sprechzettel für die Konferenz, wie unter anderem der "Spiegel" berichtet. "17–53 GW an zuverlässiger, CO2‑freier Kapazität bis 2050."

Doch Mitarbeiter ihres eigenen Hauses sind da skeptischer. Laut einer vertraulichen Unterrichtung an den Wirtschafts- und Energieausschuss des Bundestags, über die der "Spiegel" schreibt, scheinen die kleinen Kernkraftwerke kaum eine realistische Option für Energiegewinnung.

Bisher gelte es als einer ihrer Vorteile, dass sie aus standardisierten Bauteilen bestünden, die in Großserien vorgefertigt und vor Ort montiert werden könnten. Dadurch könnten sie schneller und billiger gebaut werden als herkömmliche Kernkraftwerke. "Faktisch existieren jedoch bislang keine kommerziell etablierten, serienmäßig vorgefertigten SMRs", zitiert der "Spiegel" nun die Fachleute aus Reiches Bundeswirtschaftsministerium. Reale Skaleneffekte wären nur erreichbar, wenn sich die Produktion auf wenige einheitliche Reaktortypen konzentrieren würde. Davon sei man aber "derzeit weit entfernt". Und weiter heißt es: "Es existieren zahlreiche unterschiedliche Konzepte, Prototypen und Anbieter."

Auch ist es offenbar unklar, ob durch die Modularität Kostenvorteile entstehen. Dies sei bisher "nicht empirisch belegt". Außerdem sei der Strom aus SMR aufgrund der geringeren elektrischen Leistung teurer als der Strom aus herkömmlichen AKW.

Lediglich China und Russland würden bisher Prototypen betreiben. "Private Investoren zeigen bislang nur begrenztes Interesse, das erhebliche Kostenrisiko eigenständig zu übernehmen." Deshalb seien SMR-Vorhaben "auf finanzielle Unterstützung durch die staatliche Hand angewiesen". Das Fazit der Fachleute lautet daher: "Global gesehen sind SMRs derzeit noch nicht marktfähig."

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