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Wednesday, October 7, 2026

Gleiches Gift wie bei Pike: Hinrichtung soll vertagt werden

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  • Die Anwälte des zum Tode verurteilten Jamaal Howard fordern einen Aufschub seiner Hinrichtung in Texas.
  • Ihr Argument: Das geplante Gift Pentobarbital versagte wenige Tage zuvor bei der Exekution von Christa Pike in Tennessee.
  • Howard wurde verurteilt, weil er im Jahr 2000 bei einem Raubüberfall für 114 Dollar eine Supermarkt-Mitarbeiterin tötete.

Rund eine Woche nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung der US-Todeskandidatin Christa Pike soll im Bundesstaat Texas ein Mann mit demselben Gift exekutiert werden. Dem verurteilten Raubmörder Jamaal Howard sollte am Mittwoch (Ortszeit) im Staatsgefängnis von Huntsville das Mittel Pentobarbital verabreicht werden, das die Atmung lähmt. Howards Anwälte verlangten unter Verweis auf den Fall Pike einen Aufschub in letzter Minute.

Giftvorräte sollen überprüft werden

Die Anwälte baten den texanischen Gouverneur Greg Abbott um einen einmonatigen Aufschub von Howards Hinrichtung. Ihr Mandant dürfe nicht mit einem Medikament hingerichtet werden, das wenige Tage zuvor in einem anderen Bundesstaat versagt habe, schrieben die Verteidiger. Erst müsse festgestellt werden, ob die Giftvorräte sicher seien.

Der Fall Christa Pike hat in den USA die Diskussion über die Todesstrafe wieder entfacht. Die verurteilte Mörderin sollte Ende September im Bundesstaat Tennessee als erste Frau seit mehr als 200 Jahren hingerichtet werden. Die 50-Jährige überlebte allerdings zwei Giftspritzen mit Pentobarbital und kam später wieder zu Bewusstsein. Ihre Anwälte fordern, die Todesstrafe in lebenslange Haft ohne Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung umzuwandeln.

Verkäuferin für eine Stange Zigaretten und 114 Dollar getötet

Der heute 46-Jährige Howard war zum Tode verurteilt worden, weil er im Jahr 2000 einen Supermarkt überfallen und die Mitarbeiterin Vickie Lee Sartout getötet hatte. Der damals 20-Jährige erbeutete dabei 114 Dollar und eine Stange Zigaretten.

Die Anwälte Howards hatten mehrfach versucht, seine Hinrichtung abzuwenden. Sie gaben zuletzt an, er leide an einer psychischen Erkrankung und sei geistig beeinträchtigt. Ein Berufungsgericht in Texas wies den Einspruch aber zu Wochenbeginn ab.

Benedikt Hollenstein

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.

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