Adieu Schlammschlacht: Promis setzen auf harmonische Trennungen

- Gleich drei deutsche Promipaare haben kürzlich ihre Trennungen bekannt gegeben: die Carpendales, Sarah Connor und Florian Fischer sowie Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer.
- Alle drei Paare haben die Trennung in einem gemeinsamen Statement öffentlich gemacht – laut Expertinnen der beste Weg, um Gerüchten vorzubeugen.
- Paartherapeutin Bettina Disler warnt: Promis riskieren, durch Schlammschlachten ihre Beliebtheit zu verlieren.
Innert kurzer Zeit haben mehrere deutsche Promi-Paare mit ihren Trennungen für Aufsehen gesorgt. Annemarie (48) und Wayne Carpendale (49), Sarah Connor (46) und Florian Fischer (51), Elyas M'Barek (44) und Jessica Riso (38), sowie Veronica Ferres (61) und Carsten Maschmeyer (67). Die Beispiele ähneln sich darin, dass alle Paare laut eigenen Aussagen schon länger getrennt waren.
Länger damit zu warten, eine Trennung öffentlich zu machen, ist für Paare, die in der Öffentlichkeit stehen, besonders empfehlenswert, wie der Zürcher Paartherapeut Andreas Baumann 20 Minuten einst erklärte: «Wenn die Motive der Trennung noch zu wenig geklärt sind und sich das Paar noch im emotionalen Chaos befindet, sollte man die Trennung besser noch privat halten.»
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Was bringt ein gemeinsames Statement?
Alle Ex-Paare haben die Trennung in einem gemeinsamen Statement öffentlich gemacht. Dies ist ein guter Weg, da so Gerüchten der Wind aus den Segeln genommen wird. «Das Promipaar kann so seine eigene Geschichte erzählen und sein eigenes Leben fortführen – so beispielsweise mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin», meinte einst Bettina Disler, die als Paartherapeutin in Zürich tätig ist. Fans akzeptierten eine Trennung durch ein gemeinsames Statement eher, als wenn sie davon überrascht würden.
Bei Promipaaren ist eine Trennung jeweils besonders kompliziert. Denn: «Sie haben nebst einer Liebesbeziehung auch eine Art Geschäftsbeziehung», so Disler. Ihre Karriere sei zu einem gewissen Teil davon abhängig, wie viel ihres Privatlebens sie mit ihren Fans teilten. Je nach Trennungsgrund entscheiden sich die Fans dann für die eine oder andere Person. «Diejenigen, die schlechter abschneiden, riskieren, ihre Berühmtheit zu verlieren», so die Expertin.
Schlammschlachten sind bei Promis verbreitet
Teilweise befeuern die Promis diese Dynamik auch selbst. «Es kommt leider nicht selten vor, dass Promis in der Öffentlichkeit die andere Person schlechtmachen und selbst in der Opferposition das Mitleid der Fans zu gewinnen versuchen. Das artet dann in eine Schlammschlacht aus, wie das bei Amber Heard und Johnny Depp der Fall war», bestätigte die Therapeutin.
Genau das wollen die drei genannten Promi-Paare mit ihren Trennungsstatements offenbar vermeiden. Sie betonen, trotz Liebes-Aus Freunde zu sein und dass man sich gemeinsam dazu entschieden hat, getrennte Wege zu gehen. Damit widersprechen sie dem typischen Stereotyp, dass Promitrennungen in Schlammschlachten enden müssen.
Wann sollte man eine Trennung öffentlich machen?
Leonie Projer (pro), Jahrgang 1997, ist stellvertretende Leiterin im Ressort People und arbeitet seit Oktober 2022 bei 20 Minuten. Ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammelte sie bei Tele M1 und «ArgoviaToday».
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