Vucic tritt als Präsident zurück und will Regierungschef werden

- Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vucic hat sein Amt niedergelegt, um Regierungschef zu werden.
- Der 56-Jährige tritt als Spitzenkandidat seiner Fortschrittspartei bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 25. Oktober an.
- Parlamentspräsidentin Ana Brnabic übernimmt das Staatsoberhaupt-Amt kommissarisch.
Im EU-Kandidatenland Serbien hat Staatspräsident Aleksandar Vucic sein Amt erwartungsgemäss niedergelegt, weil er Regierungschef werden möchte. «Heute ist der Tag, an dem ich zurücktrete», sagte Vucic in einer Ansprache im staatlichen Fernsehsender RTS.
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Der teils autokratisch regierende Politiker will stattdessen als Spitzenkandidat seiner Fortschrittspartei bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 25. Oktober antreten und im Falle eines Wahlsieges Ministerpräsident werden. Das Amt des Staatsoberhaupts übernimmt zunächst kommissarisch die Parlamentspräsidentin Ana Brnabic, eine politische Mitstreiterin von Vucic.
Er darf nicht erneut kandidieren
Der 56-Jährige erhofft sich von diesem Schritt nach Meinung von Experten die Konsolidierung seiner Macht. Seine Amtszeit als Staatschef endet nächstes Jahr – und nach zwei Mandaten darf er nicht erneut kandidieren. Er steht innenpolitisch unter grossem Druck einer grösstenteils von Studenten organisierten Protestbewegung.
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Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.
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