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Friday, November 6, 2026

Rätselhafte Bombendrohungen stören Europas Flugverkehr

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Mehrere Passagierflugzeuge wurden europaweit zu außerplanmäßigen Landungen gezwungen, unter anderem in Italien und Bulgarien. Sprengsätze wurden jedoch nicht gefunden.

05.11.2026 | 0:55 min

Zum zweiten Mal in dieser Woche führen Bombendrohungen zu Störungen im Flugverkehr in Europa. Allein am Donnerstag waren mehr als ein Dutzend Passagierflüge von den Vorfällen betroffen. Mehrere Maschinen wurden umgeleitet und von Sprengstoffexperten untersucht. Hinweise auf tatsächliche Sprengsätze wurden jedoch bislang nicht gefunden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt und wer hinter den teils per E-Mail eingegangenen Drohungen steckt, war zunächst unklar. Behörden in mehreren Ländern sind eingeschaltet.

Flug nach Frankreich umgeleitet

Unter anderem wurde ein Linienflug zwischen Dublin und Rom nach Frankreich umgeleitet. Die Maschine landete am Militärflughafen Évreux, wie das Amt des französischen Premierministers mitteilte. Die 151 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder wurden in Sicherheit gebracht. Sprengstoffexperten waren im Einsatz. Die Luftverkehrs-Gendarmerie nahm Ermittlungen auf.

Da der Pilot zunächst nicht wie erwartet mit den Behörden kooperierte, ordnete der Premierminister an, dass Kampfflugzeuge das Flugzeug abfangen und es eskortieren sollten, teilte die Regierung mit. Das Flugzeug sei danach sicher in Évreux gelandet. Warum sich der Pilot zunächst geweigert hatte, außerplanmäßig zu landen, blieb unklar.

Mit einer Bombendrohung hat ein 24-Jähriger am Stuttgarter Flughafen für ein riesiges Verkehrschaos gesorgt: Der Flugverkehr stand still - 3.000 Menschen waren betroffen.

05.10.2026 | 0:31 min

Diese Orte sind betroffen - ein Überblick

Italien: Nach anonymen Hinweisen auf einen mutmaßlichen Bombenalarm an Bord landete ein Finnair-Flieger aus Helsinki von Kampfjets der italienischen Luftwaffe eskortiert am Flughafen Rom-Fiumicino. Sprengstoffexperten der Polizei leiteten Sicherheitskontrollen ein.

Eine Maschine, die am Morgen am Airport Mailand-Malpensa gestartet war, wurde nach Angaben von Ansa wegen einer während des Fluges eingegangenen Bombendrohung nach Wien umgeleitet und landete dort. Ein österreichischer Polizeisprecher bestätigte die Landung. Zuvor sei in Polen eine E-Mail mit einer Bombendrohung eingegangen. In Wien wurde jedoch keine Gefährdung festgestellt. Das Flugzeug konnte seine Reise nach Warschau fortsetzen.

Kopenhagen: Am Flughafen Kopenhagen gab es Drohungen gegen zwei Flüge. Auch hier wurde bei der Durchsuchung der Flugzeuge aber nichts Verdächtiges gefunden, wie die Polizei der Nachrichtenagentur Ritzau mitteilte.

Tschechien: Mehrere Bombendrohungen beeinträchtigten auch den Flugverkehr in der tschechischen Hauptstadt Prag. Man habe Warnungen über improvisierte Sprengsätze an Bord von vier Flugzeugen erhalten, teilte die Polizei bei X mit.

Nach der Landung auf dem Vaclav-Havel-Flughafen wurden die Maschinen von Spezialisten durchsucht. Später gab es Entwarnung. Die Polizei stehe im Kontakt mit Partnern im Ausland, teilte Innenminister Lubomir Metnar mit. Die nationale Sondereinheit für den Kampf gegen Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität übernahm die Ermittlungen.

Reisende am internationalen Flughafen in Fiumicino bei Rom.

Reisende am internationalen Flughafen in Fiumicino bei Rom nach der Bombendrohung.

Quelle: dpa / Gregorio Borgia

Bulgarien: Drei Flugzeuge der Gesellschaft Ryanair bekamen auf dem Weg nach Bulgarien Bombendrohungen, wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf das Verkehrsministerium in Sofia berichtete.

Rumänien: Auch in Rumänien gab es einen Vorfall. Eine Maschine der Gesellschaft Wizz Air bekam auf ihrem Flug von Mailand nach Bukarest eine Bombendrohung, landete aber sicher und planmäßig in Rumäniens Hauptstadt, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Der Inlandsgeheimdienst SRI untersuche das Flugzeug, hieß es.

Behörde will Beeinträchtigungen im Luftverkehr begrenzen

Bereits am Dienstag war es zu einer Reihe ähnlicher Vorfälle gekommen. Der polnische Flughafen Warschau Modlin musste deswegen vorübergehend geschlossen werden.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol teilte auf dpa-Anfrage mit, sie beobachte die Lage und arbeite eng mit Fluggesellschaften, Flughäfen, Flugsicherungsorganisationen und weiteren Einrichtungen in Europa zusammen, um mögliche Beeinträchtigungen des Luftverkehrs zu begrenzen.

Quelle: dpa

Über das Thema berichtete die ZDFheute Xpress am 05.11.2026 ab 18:48 Uhr.

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