Eurovision Song Contest 2027 – Nach Boykott: Niederlande nehmen nun doch am ESC teil

Fünf Länder hatten in diesem Jahr den Eurovision Song Contest in Wien boykottiert: Spanien, Island, Slowenien, Irland und die Niederlande. Letztere haben nun entschieden, ihren Boykott nicht zu verlängern und im nächsten Jahr in Bulgarien wieder teilzunehmen – aber mit einem anderen Fernsehsender. Das teilte der Rundfunkverband NPO mit.
Der NPO will mit einem ESC-Team die Künstlerauswahl begleiten, der nationale Nachrichtensender NOS soll dann die Ausstrahlung von ESC-Halbfinals und -Finale übernehmen.
Bisher war der Sender Avrotros in Verantwortung, dieser zog sich jedoch im August vom ESC 2027 zurück – wegen der Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest. Avrotros teilte damals mit, der ESC könne aufgrund der durch den Nahost-Konflikt ausgelösten Spaltungen «nicht mehr als neutral angesehen werden».
Der NPO räumte ein, dass der Wettbewerb in den Niederlanden «gemischte Gefühle» hervorrufe, und erklärte, man habe die Europäische Rundfunkunion, die den Eurovision Song Contest organisiert, «ausdrücklich gebeten, den verbindenden Charakter des Festivals wieder in den Vordergrund zu rücken».
Irland boykottiert weiterhin
In der vergangenen Woche erst hatte der irische Sender RTÉ mitgeteilt, den ESC 2027 zu boykottieren. RTÉ begründete den Schritt mit «der humanitären Krise und dem anhaltenden Verlust von Menschenleben» in Gaza.
Spanien, Island und Slowenien haben noch nicht entschieden, ob sie ihren Boykott beim Eurovision Song Contest im Jahr 2027 fortsetzen.
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