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Monday, October 19, 2026

Marktbericht: DAX steht schwacher Wochenstart bevor

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Blick auf das Börsenparkett der Frankfurter Börse.

Marktbericht

Trotz positiver Unternehmensdaten DAX steht schwacher Wochenstart bevor

Stand: 19.10.2026 • 07:08 Uhr

Positive Konjunkturdaten aus China, Gegenwind der US-Börsen und eine unübersichtliche Lage in Frankreich - ein Mix, der den DAX zum Wochenauftakt belasten könnte.

Zum Wochenauftakt haben Investoren bereits sehr viele Daten und Informationen rund um den Globus vorliegen. Dazu kommt noch eine Berichtssaison, die Fahrt aufnimmt. Doch der Handelsauftakt dürfte zunächst negativ ausfallen, obwohl es bereits erste positive Unternehmensdaten aus Deutschland gibt.

Im Einzelnen: Chinas Wirtschaft wuchs im 3. Quartal stärker als erwartet. Das geht allerdings zum Teil auf Kosten anderer Volkswirtschaften: Ein Export-Boom von allein 36 Prozent im September legt nah, dass günstige chinesische Produkte europäische und deutsche Hersteller verdrängen.

US-Zinssorgen und Frankreich im Fokus

Aus den USA kommen schwache Vorgaben: Denn die Mehrheit der Investoren erwartet, dass die Zinsen dort Ende Oktober angehoben werden, Entsprechend war Kapital aus Risiko-Anlagen in den letzten Tagen abgezogen worden, darunter hatten vor allem Chiptitel gelitten. In Frankreich als zweitgrößter Volkswirtschaft der EU bleibt die Frage, wie es nach den verheerenden Protesten in vielen Regionen weitergeht. Die Stimmung dort belastet auch den Euro leicht.

Der DAX hatte sich am Freitag dem KI- und Zinssorgen-Sturm aus den USA entgegen gestemmt und am Freitag ein Prozent auf 25.622 Punkte gewonnen. Am Morgen erwartet der Broker IG einen leichteren Handelsauftakt.

Dagegen waren in den USA die Kurse ins Rutschen gekommen. Der S&P 500 hatte 1,1 Prozent verloren, der NASDAQ Composite 2,1 Prozent. Investoren sorgen sich vor steigenden Zinsen in den USA. Die große Mehrheit erwartet derzeit eine Zinserhöhung Ende Oktober. Entsprechend war Kapital aus Risiko-Anlagen in den letzten Tagen abgezogen worden, darunter hatten vor allem Chiptitel gelitten.

KI- und Tech-Unternehmen auf dem Prüfstand

In der neuen Woche stehen zahlreiche Unternehmensbilanzen an, von Industrie über Konsum und Luftfahrt bis hin zu Technologie und KI. Letztere werden ob ihrer häufig recht hohen Bewertungen derzeit besonders kritischen Blicken unterzogen.

Hier werden Antworten erwartet auf Fragen nach Investitionsbereitschaft, Wachstum, Umgang mit Verschuldung und Software-Nachfrage. In dieser Woche werden die Deutsche Börse, SAP, aber auch General Motors, Tesla, Netflix, IBM und Intel Quartalsbilanz ziehen.

Positive Nachrichten aus Deutschland

Positiv vorgelegt hat bereits der Logistiker DHL am Freitag nach Börsenschluss: Nach prozentual zweistelligen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal hob das Unternehmen seine Jahresprognose.

In Berlin beginnt ein Investitionsgipfel. Eingeladen sind Vertreter zahlreicher Unternehmen aus Deutschland und dem Ausland, darunter der Chef des US-Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang. Wie es aus Regierungskreisen hieß, plant die Bundesregierung eine Kooperation mit Nvidia.

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