Granit Xhaka reiste mit Fake-Zertifikat – JSVP will Straffreiheit

- Während Top-Stars wie Phil Foden und Ilkay Gündogan wegen fehlender Impfung zu Hause blieben, reiste Xhaka mit einem gefälschten Zertifikat in die USA.
- Der Nati-Captain bestritt im Juli 2022 drei Testspiele mit Arsenal – darunter ein Tor beim 4:0 gegen Chelsea.
- Die SVP lanciert nun eine Petition für Straffreiheit; Xhakas Befragung ist für Anfang Oktober geplant.
Es kommen neue Hintergründe zu Granit Xhakas Covid-Lüge zum Vorschein. Erst wurde angenommen, dass er sein gekauftes Impfzertifikat nicht für eine berufliche Reise gebraucht hat – anders als Patrick Fischer. Der Ex-Coach der Hockey-Nati reiste mit seinem gefälschten Zertifikat zu den Olympischen Spielen nach China.
Nun wird klar, dass Xhaka seinen Impfnachweis ebenfalls für einen berufsbedingten Flug benötigte. Xhaka reiste im Juli 2022 mit Arsenal in die USA für mehrere Testspiele, berichtet der «Tagesanzeiger». Zu diesem Zeitpunkt nötig, um in die USA einzureisen: die Covid-Impfung.
Grosse Namen mussten zu Hause bleiben – Xhaka nicht
Zwar hatte die USA im Juni 2022 die Pflicht aufgehoben, vor dem Abflug einen zusätzlichen negativen Test vorzuweisen, die Impfpflicht zur Einreise hielt jedoch Bestand.
Wie der «Evening Standard» damals berichtete, stehe Xhaka im Kader für die Reise, obwohl sein Impfstatus nicht klar sei. Auf die Impfpflicht zur Einreise wurde im Bericht ausdrücklich hingewiesen.
Andere Top-Stars blieben für dieselbe US-Tour zu Hause. Chelsea liess N’Golo Kanté und Ruben Loftus-Cheek daheim – bei ManCity fehlten Phil Foden, John Stones und Ilkay Gündogan. Allesamt wegen der fehlenden Impfung, so die englische Zeitung.
Xhaka kam in den USA dann auch zum Einsatz. Am 16. Juli spielte der Nati-Captain in Baltimore gegen Everton, vier Tage später in Orlando gegen Orlando City und am 23. Juli ebenfalls in Orlando gegen Chelsea. Beim 4:0-Sieg gegen die Blues schoss Xhaka gar ein Tor.
«Straffreiheit» für Xhaka, Fischer und Embolo
Der Fall schlägt seit Tagen hohe Wellen in der Schweiz. Diese scheinen sich nun mit Breel Embolos Statement zum akzeptierten Strafbefehl wegen Urkundenfälschung im Zusammenhang mit Covid-Zertifikaten keinesfalls zu glätten.
Dies hat die SVP auf den Plan gerufen, eine Petition zu starten, wie 20 Minuten exklusiv erfahren hat. Die Kernbotschaft: «Wir fordern volle Solidarität und Straffreiheit für alle Personen, die sich genötigt sahen, während der Covid-Zertifikatspflicht Impfbestätigungen zu erwerben!»
Die Partei schreibt im Petitionstext, dass bis heute eine kritische, umfassende Aufarbeitung der damaligen staatlichen Massnahmen und Eingriffe in die Grundrechte der Bevölkerung fehle.
«Wer sich widersetzte, wurde vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Wer wie die Fussballprofis Granit Xhaka, Breel Embolo und Hockey-Coach Patrick Fischer von der Impfung nicht überzeugt war, wusste: ‹Wenn ich das öffentlich sage, werde ich als ‹Corona-Leugner› hingestellt. Wenn ich mich der Zertifikatspflicht offiziell widersetze, kann ich nicht reisen und meinem Beruf nur schwer nachgehen. Wenn ich jedoch vorgebe, mich geimpft zu haben, gewinne ich meine persönlichen Freiheiten zurück.› Und so entschieden sie sich, auf anderem Weg ein Impfzertifikat zu erhalten», schreibt die SVP.
Breel Embolo erhielt eine bedingte Geldstrafe für sein Vergehen, das Verfahren gegen Granit Xhaka läuft noch. Die Befragung des Nati-Captains ist für Anfang Oktober geplant. Die Tatsache, dass er sein gekauftes Impfzertifikat nun doch beruflich genutzt haben soll, dürfte ihm beim Strafmass nicht gerade in die Karten spielen.
Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.
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