Super League: 9. Runde – Lugano zementiert Tabellenführung dank seltenem Delcroix-Hattrick

- Super-League-Leader Lugano fährt am 9. Spieltag in Lausanne einen ungefährdeten 4:0-Erfolg ein.
- Mann des Spiels ist Lugano-Verteidiger Hannes Delcroix mit 3 (!) Toren.
- In den anderen Sonntagsspielen jubelt Thun in Vaduz und St. Gallen in Basel.
Lugano marschiert und marschiert. Der Tabellenführer der Super League deklassierte Gastgeber Lausanne mit 4:0 und feierte den schon 8. Vollerfolg im 9. Spiel. Mit nun 25 Zählern führt das Team von Mattia Croci-Torti die Liga 6 Punkte vor YB souverän an.
Im Waadtland war Luganos haitianischer Nationalspieler und WM-Teilnehmer Hannes Delcroix der Matchwinner. Normalerweise für das Toreverhindern zuständig, zeigte sich der 27-jährige Innenverteidiger für einmal ganz kaltblütig:
- 35. Minute: Anto Grgic scheitert mit einem starken Freistoss am hervorragend reagierenden Melvin Mastil. Beim anschliessenden Eckball steht Delcroix goldrichtig und bugsiert die Kugel zum 1:0 über die Linie.
- 48. Minute: Lugano führt einen Eckball kurz aus. Beckham Castro bringt das Spielgerät vor das Tor, wo Delcroix hochsteigt und wuchtig per Kopf zum 2:0 trifft.
- 52. Minute: Im Anschluss an einen Freistoss spielt Luganos aserbaidschanischer WM-Teilnehmer Bekhruz Karimov auf der rechten Seite Katz und Maus mit seinem Gegner. Seine Flanke landet anschliessend punktgenau auf dem Kopf von Delcroix, der seinen (nicht lupenreinen) Hattrick perfekt macht – 3:0, die Vorentscheidung.
Den Freistoss vor Delcroix' 3. Tor hatte es wegen eines überharten Foulspiels von Sékou Koné gegeben. Der 20-jährige Leihspieler von Manchester United hatte Grgic mit den Stollen am Oberschenkel getroffen – direkt vor den Augen von Schiedsrichter Urs Schnyder, der keine Sekunde zögerte und Rot zückte.
Lausanner sind ratlos
Damit war die Messe im Stade de la Tuilière gelesen. Die Mimik von Lausanne-Coach Luka Elsner und Sportchef Stéphane Henchoz sprach Bände. Die Waadtländer, nun Tabellenschlusslicht, werden in der Länderspielpause einiges hinterfragen müssen.
Die einzige Frage, die sich noch stellte, war, wie hoch der Sieg Luganos ausfallen würde. Tatsächlich konnten die Gäste noch einmal jubeln. Nach einer Flanke des eingewechselten Mattia Zanotti bezwang Lausanne-Verteidiger Karim Sow seinen eigenen Goalie Mastil (61.). Es passte zum einmal mehr unglücklichen Lausanner Auftritt.
So geht's weiter
Nach der langen Nati-Pause empfängt Lugano am Samstag, 10. Oktober, den FC Luzern – die Partie gibt es live auf SRF zwei zu sehen. Die Lausanner sind einen Tag später in St. Gallen zu Gast, Anpfiff dort ist um 16:30 Uhr.
Super League
SRF zwei, Super League – Highlights, 20.09.2026, 19:00 Uhr ; dah
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