US Open: 1. Halbfinal, Männer – 3. Grand-Slam-Final in Serie: Zverev eliminiert Chatschanow

- Alexander Zverev (ATP 2) spielt nach einem 3-Satz-Sieg gegen Karen Chatschanow (RUS/ATP 50) am Sonntag um den US-Open-Titel.
- Für den Deutschen ist es nach den French Open (1. Grand-Slam-Titel) und Wimbledon (Niederlage) der 3. Major-Final in Folge.
- Gegner von Zverev ist entweder Frances Tiafoe oder Ben Shelton – das US-Duell gibt es ab 1:00 Uhr hier live zu sehen.
Nach knapp 3 Stunden war der Grand-Slam-Final-Hattrick von Alexander Zverev perfekt. Die Weltnummer 2 bodigte Karen Chatschanow im Arthur-Ashe-Stadium in New York mit 6:3, 7:6 (9:7) und 7:6 (8:6). Damit bietet sich Zverev am Sonntag erneut die Chance, einen ganz grossen Triumph zu feiern.
Anfang Juni gewann der Deutsche bei den French Open nach vielen Rückschlägen und langem Warten seinen 1. Grand-Slam-Titel. Etwa einen Monat später stand Zverev dann auch erstmals in seiner Karriere im Wimbledon-Final. In diesem musste er sich Jannik Sinner trotz Satzführung 1:3 geschlagen geben.
Nun ist Zverev wieder dort, wo er vor 6 Jahren schon einmal war. 2020 erreichte der damals 23-Jährige in Flushing Meadows zum 1. Mal in seiner Karriere einen Grand-Slam-Final – einen Final, den er ganz sicher nicht mehr vergessen wird. Trotz 2:0-Satzführung unterlag Zverev am Ende Dominic Thiem. Am Sonntag bietet sich dem Hamburger die Möglichkeit, Verpasstes nachzuholen.
Hin und her im 1. Tiebreak
Das insgesamt 10. Duell zwischen Zverev und Chatschanow nahm erst im 2. Satz so richtig Fahrt auf. Den 1. Umgang hatte der Deutsche dank einem späten Break mit 6:3 für sich entschieden. Doch im 2. Satz gelang Zverev gleich zu Beginn der Servicedurchbruch zur 1:0-Führung. Chatschanow, der ab und an seine starke Rückhand präsentieren konnte, antwortete darauf mit einem Rebreak zum 2:2. Anschliessend ging es bis ins Tiebreak.
In diesem lag Zverev mit Minibreak 3:1 vorne, Chatschanow gelang aber die Wende zum 5:3. Erneut war Zverev gefordert – und er lieferte. Er musste sich allerdings arg in Geduld üben. Erst mit dem 3. Satzball und nach teils sehr langen Ballwechseln war der 2. Satz im Trockenen.
Zverev-Comeback im 2. Tiebreak
Der 3. Durchgang entwickelte sich ähnlich wie der Startsatz. Beide servicestarken Akteure brachten – wenig überraschend – ihr Aufschlagspiel erneut ohne grosse Probleme durch. Das grösste Drama bot wieder das Tiebreak, dieses Mal jedoch noch etwas mehr.
Fast alles sah danach aus, als dass es doch noch in einen 4. Durchgang gehen würde. Chatschanow führte in der Kurzentscheidung mit 4:1 und 5:2. Doch Zverev glaubte an die Wende – und bekam sie, auch weil seinem Kontrahenten aus Russland die Nerven versagten und die entscheidenden Punkte nicht gelangen. 2 Satzbälle Chatschanows konnte Zverev abwehren, ehe er seinen 1. Matchball zum 3-Satz-Sieg nutzte.
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