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Sunday, November 1, 2026

Anstieg seit Hamas-Massaker: Zahl islamistisch motivierter antisemitischer Straftaten steigt auf Höchststand

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Anstieg seit Hamas-MassakerZahl islamistisch motivierter antisemitischer Straftaten steigt auf Höchststand

01.11.2026, 12:19 Uhr

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In Israelkritik mischen sich schnell antisemitische Töne. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Beleidigungen, Terrorverherrlichung, schwere Gewalt: Islamistisch motivierte antisemitische Straftaten nehmen zu, ihre Zahl ist so hoch wie nie. Für Juden in Deutschland ist die Bedrohung bedrückender Alltag. Der Zentralrat spricht von einem "unerträglichen Niveau".

Die Zahl islamistisch motivierter antisemitischer Straftaten in Deutschland hat einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte demnach im vergangenen Jahr insgesamt 670 Fälle und damit rund sechs Prozent mehr als 2024.

Die Zeitung beruft sich auf eine Sonderauswertung der Bundesregierung für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor. Die Taten reichen demnach von Terrorverherrlichung und Beleidigungen über Sachbeschädigungen bis zu schweren Gewalttaten.

Insgesamt sind die Fallzahlen laut BKA seit dem Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 stark gestiegen. Noch im gesamten Jahr 2022 waren demnach lediglich 16 solcher Straftaten erfasst worden. Vom Jahresbeginn 2023 bis zum 6. Oktober registrierten die Behörden 33 Fälle, in der Zeit danach bis zum Jahresende weitere 331. Im Jahr 2024 waren es 631 Fälle.

Antisemitismus als Mobilisierungsthema

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sagte der Zeitung, die Bedrohung für Jüdinnen und Juden habe sich "auf einem unerträglichen Niveau" festgesetzt. "Der islamistisch geprägte Judenhass entlädt sich heute ganz offen auf Straßen, an Hochschulen und im Netz."

Hessens CDU-Innenminister Roman Poseck warnte: "Seit dem 7. Oktober 2023 ist der Antisemitismus zu einem zentralen Mobilisierungsthema der Islamisten geworden." Nordrhein-Westfalens CDU-Innenminister Herbert Reul sagte: "Islamisten kommen heute übers Handy. Wir dürfen ihnen diese Tür nicht offenlassen."

Die Bundesregierung will ihre Gegenmaßnahmen verstärken. Ein neu besetzter Beraterkreis des Bundesinnenministeriums zur Islamismusprävention soll nach Informationen der Zeitung zum Jahreswechsel Empfehlungen vorlegen. Der Parlamentarische Staatssekretär Christoph de Vries begrüßte, dass sich das Gremium auch mit muslimischem Antisemitismus in deutschen Großstädten beschäftige. Poseck forderte ein "entschlossenes Vorgehen gegen islamistische Propaganda im Internet", die konsequente Nutzung von Vereinsverboten und aufenthaltsrechtliche Konsequenzen für ausländische Straftäter, die Judenhass verbreiteten.

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