Eierwürfe und Böller – Halloween hält Polizei in Schweizer Städten auf Trab

Aargau: Die Kantonspolizei Aargau hat in der Halloween-Nacht verstärkt Präsenz gezeigt und zahlreiche Kontrollen durchgeführt. Sie rückte über 80 Mal aus, grössere Schäden seien aber ausgeblieben. Zahlreiche Patrouillen der Regional- und Stadtpolizeien sowie der Kantonspolizei waren in der Nacht auf dem gesamten Kantonsgebiet im Einsatz. Sie führten dabei proaktive Personenkontrollen durch und stellten vorsorglich Eier sowie Feuerwerk sicher, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Mehr als 80 Meldungen im gesamten Kantonsgebiet waren bei der Polizei eingegangen. Die Meldungen an die Polizei betrafen Unfug, Sachbeschädigungen und das Abfeuern von Böllern. Auffallend war, dass viele Jugendliche mit Böllern unterwegs waren.
Genf: In Genf wurden in der Nacht 27 Brandherde gemeldet, die den Einsatz der Feuerwehr und der Rettungsdienste erforderten. Meistens handelte es sich um angezündete Kehrichtcontainer. Ausserdem wurden Böller in Richtung der Ordnungskräfte und Rettungsfahrzeuge abgeschossen. Es kam zu mehreren Festnahmen. Nach Angaben der Genfer Polizei gab es keine Verletzten.
St. Gallen: Die Notruf- und Einsatzleitzentrale registrierte rund 30 Meldungen im gesamten Kanton, die hauptsächlich Ruhestörungen, gezündete Böller, grössere Jugendgruppierungen und Sachbeschädigungen betrafen. Wie jedes Jahr war die Kantonspolizei an Halloween verstärkt präsent.
Auf dem Gelände eines Schulhauses in Goldach SG wurden in der Halloween-Nacht diverse Sachbeschädigungen verübt. Es wurde dabei ein Briefkasten gesprengt, ein Müllcontainer in Brand gesetzt und fast 40 Gehwegbeleuchtungen und vier Videokameras besprüht. Die Schäden, die dabei entstanden sind, belaufen sich der Polizei zufolge auf mehrere zehntausend Franken. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Zürich: Im Kanton Zürich rückten die Einsatzkräfte wegen Halloween zu über 130 Vorfällen aus, wie die Kantonspolizei mitteilt. Mehr als 50 Meldungen betrafen das Ablassen von Böllern oder Feuerwerk. Rund 60-Mal intervenierten die Ordnungshüter demnach wegen Unfugs. Es wurden rund ein Dutzend Sachbeschädigungen und kleinere Brände registriert, auch kam es zu einigen tätlichen Auseinandersetzungen. Auffällig war, dass in verschiedenen Bezirken mehrere Halloween-Partys von Fremden gestört wurden, sodass die Polizei gerufen werden musste.
In Küsnacht und Meilen wurden Jugendliche von Unbekannten mit Böllern, Schlagringen und Pfefferspray bedroht und zur Herausgabe eines Portemonnaies, einer Uhr und von Jacken gezwungen.
Freiburg: Im Kanton Freiburg musste die Polizei im gesamten Kanton bei mehreren Vorfällen eingreifen, an denen Gruppen von Jugendlichen beteiligt waren. Es kam zu Steinwürfen, dem Abfeuern von Knallkörpern und Eierwürfen. Zwei Linienbusse wurden durch Wurfgeschosse so stark beschädigt, dass sie aus dem Verkehr gezogen werden mussten. In zwei Quartieren der Kantonshauptstadt wurden Kehrichtcontainer in Brand gesetzt. Bislang gab es keine Festnahmen, die Ermittlungen dauern an.
Regionaljournal Zürich, 1.11.2026, 17.30 Uhr ; sda/srf/fulu:geta
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