Deutschland probt Krisenszenario bei Megahitze
Zehn Bundesländer, fast 20 Bundesbehörden, zahlreiche weitere Organisationen sowie Unternehmen der kritischen Infrastruktur beginnen an diesem Mittwoch eine bundesweite Großübung zum Krisenmanagement. Die sogenannte Lükex 26, die bis Freitag dauert, wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgerichtet. Die Abkürzung Lükex steht für "länder- und ressortübergreifende Krisenmanagement-Übung (Exercise)".
In dem zugrunde liegenden Szenario "Dürre und Hitzewelle" hat Deutschland fünf Dürrejahre hinter sich, und durch eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad verschärft sich die Lage zusätzlich. Die übenden Krisenstäbe müssen unter realitätsnahen Bedingungen gemeinsam entscheiden, welche strategischen Maßnahmen sie zum Schutz der Bevölkerung ergreifen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Krisenkommunikation.
Zwei Jahre Vorlaufzeit
Es ist laut BBK die bisher größte nationale Simulation, in der Bund und Länder gemeinsam das strategische Krisenmanagement über Ebenen und Ressorts hinweg testen. Beteiligt sind Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit insgesamt mehr als 60 Ministerien auf Landesebene. Vorbereitet wurde die diesjährige Übung bereits seit November 2024.

LÜKEX-Übungen werden seit mehr als 20 Jahren vom BBK koordiniert. Unabhängig vom jeweiligen konkreten Krisenszenario würden dabei "verschiedene Fähigkeiten und Kompetenzen im Krisenmanagement trainiert, die in jeder Krisensituation notwendig sind", erklärte das BBK. 2027 soll die zivile Verteidigung in den Fokus rücken. In früheren Jahren wurden etwa ein Gas-Engpass (2018) und der Umgang mit einer rätselhaften Krankheitswelle (2013) durchgespielt.
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