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Monday, October 26, 2026

Basler Herbstmesse – Bevor der Looping startet: Experte prüft alle Bahnen

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Adrenalin pur – das bietet die Basler Herbstmesse zwei Wochen lang. 52 Bahnen versprechen einen Kick. Doch bevor die Besucherinnen und Besucher an der 555. Basler Herbstmesse in schwindelerregende Höhen katapultiert werden und kopfüber durch die Luft fliegen, prüfen Fachleute die Maschinen. So sollen Zwischenfälle wie der tödliche Unfall in einem Vergnügungspark in den USA jüngst vermieden werden.

Wenn der Bügel aufgehen würde, wäre das eine Katastrophe.

Erwin Bernhard geht von Bahn zu Bahn, klopft, schaut, tastet. Gerade nimmt der Ingenieur der Firma TÜV Süd die Bahn «Maximum 2» unter die Lupe. Ein Fahrgeschäft, das zehn Personen an einem langen Arm vertikal im Kreis schwingt und dabei einen Looping bis auf 52 Meter Höhe schwingt.

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  • Bild 1 von 3. Erwin Bernhard kontrolliert jeden einzelnen Bügel der «Maximum 2». Bildquelle: SRF.

    Älterer Mann in Arbeitsjacke mit Brille, ein weiterer unscharfer Mensch im Hintergrund.
  • Bild 2 von 3. Schliesslich schwingt die Bahn in einem Looping bis auf 52 Meter Höhe. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 3. Deshalb nimmt Erwin Bernhard auch den Turm der «Maximum 2» unter die Lupe. Bildquelle: SRF.

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«Die Anlage fährt kopfüber. Wenn der Bügel aufgehen würde, wäre das eine Katastrophe», sagt Bernhard, während er die gepolsterten Bügel der Sitze kontrolliert. Einer nach dem anderen. Bei jedem prüft er das Klicken des Schliessmechanismus. Alle zehn Sitze kann er als «sicher» quittieren.

Sicherheitscheck: 52 Bahnen, drei Tage, keine Kompromisse

Für die Basler Herbstmesse ist Bernhard mit einem zehnköpfigen Team angereist. Es dauert drei Tage, alle 52 Fahrgeschäfte zu prüfen. Die Experten kontrollieren, ob alle Schrauben fest angezogen sind, ob die Streben korrekt eingebaut sind und ob die Schweissnähte intakt sind. Mit dem Finger fährt Bernhard über den Stahl und sucht nach Rissen.

Die wegen Sturmwarnung geschlossenen Basler Herbstmesseplätze Rosentalanlage, Petersplatz sowie der Baumhain auf dem Münsterplatz wurden am Sonntagabend wieder geöffnet. Die Winde, die zu Astabbrüchen hätten führen können, haben sich gelegt, wie die Fachstelle Messen und Märkte am Sonntag mitteilte. Am Sonntagnachmittag habe wegen Herbststürmen die Gefahr von herabfallenden Ästen geherrscht, hatte das Basler Präsidialdepartement am Samstag die Schliessung der baumbestandenen Areale begründet.

Das Bundesamt für Meteorologie (Meteoschweiz) hatte für den Sonntag eine Sturmwarnung der Stufe zwei für die Zeit zwischen 3 Uhr am Morgen und 18 Uhr am Abend in der Nordwest-, Zentral- und Ostschweiz herausgegeben. Am Sonntagabend waren alle Plätze wieder zugänglich. Die von der Sturmwarnung nicht betroffenen Areale seien auch am Nachmittag gut besucht gewesen.

(Keystone-SDA)

«In der Regel sind auch kleine Risse zu sehen, meist in Verbindung mit Korrosion», erklärt Bernhard. Sollte eine Bahn die Prüfung nicht bestehen, wird sie abgestellt. «Die Schausteller haben dann noch Zeit, die Mängel zu beseitigen – und das geschieht oft auch», so Bernhard. Bei der «Maximum 2» gibt es nichts zu beanstanden.

«Basler Finish»

Diese Kontrollen bei der Basler Herbstmesse sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Manuel Staub, Leiter der Basler Herbstmesse, erklärt, warum der Kanton trotzdem darauf setzt: «Die Schausteller sind Profis und haben ihre Prüfungen bereits absolviert. Aber wir machen ein sogenanntes Basler Finish, bei dem wir alle Fahrgeschäfte noch einmal vor Ort einer Abnahmeprüfung unterziehen.»

Jean-Marc Jollier, Besitzer der «Maximum 2», schätzt den Zusatzcheck. «Das ist eine sinnvolle Ergänzung. Wir wissen, was wir zu tun haben. Aber vier Augen sehen mehr als zwei», sagt er. Einen ernsthaften Unfall habe es bei seiner Bahn noch nie gegeben.

Unfälle an Fahrgeschäften sind sehr selten.

Erwin Bernhard stellt der diesjährigen Herbstmesse ein positives Zeugnis aus: «Wir hatten bisher keine grösseren Schäden. Alles, was wir gefunden haben, konnte innerhalb kurzer Zeit behoben werden.»

Hundertprozentige Sicherheit gebe es zwar nicht, so Bernhard. Tödliche Unfälle wie jeden in den USA seien aber aussergewöhnlich. «Wenn Sie hier in Basel auf die Herbstmesse gehen, dann haben Sie, wenn Sie angekommen sind, wahrscheinlich den gefährlichen Teil hinter sich – nämlich den Strassenverkehr. Unfälle an Fahrgeschäften sind sehr selten.»

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