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Sunday, September 27, 2026

Abstimmung Kanton Zürich – Deutliches Ja zur Sterbehilfe-Vorlage

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Im Kanton Zürich sagen die Stimmberechtigten deutlich Ja zur Sterbehilfe-Vorlage. Damit werden Spitäler sowie Alters- und Pflegeheime verpflichtet, assistierten Suizid zuzulassen.

Die Zürcher Stimmbevölkerung stimmt der Sterbehilfe-Vorlage deutlich zu. Der Ja-Stimmen-Anteil liegt bei über 68 Prozent. Einzig die Gemeinden Trüllikon und Fischenthal lehnen die Vorlage ab.

Sterbehilfe in Spitälern und Heimen

Kanton Zürich: Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen»

  • JA

    68.1%

    298'813 Stimmen

  • NEIN

    31.9%

    139'933 Stimmen

Spitäler sowie Alters- und Pflegeheime im Kanton Zürich müssen in Zukunft assistierten Suizid in ihren Räumen zulassen. Ausgenommen sind weiterhin die Psychiatrien und Gefängnisse. Bislang konnten Spitäler und private Institutionen im Kanton Zürich assistierten Suizid in ihren Räumlichkeiten verbieten.

Nahaufnahme von gefalteten Händen einer älteren Person, die einen blauen Pullover trägt.
Legende: Wer in der Schweiz einen assistierten Suizid wählt, muss urteilsfähig sein, einen dauerhaften Sterbewunsch haben und den Suizid selber ausführen. Keystone/Karl-Josef Hildenbrand

Bei den Befürwortern stösst das deutliche Ja auf Zustimmung. Der Zürcher SP-Kantonsrat Jean-Daniel Strub zeigt sich sehr erfreut. Das Resultat sei eine Stärkung der Selbstbestimmung für alle Menschen am Lebensende. Ähnlich äussern sich GLP, Grüne und Mitte, die sich im Abstimmungskampf ebenfalls für die Vorlage eingesetzt hatten.

Wie regeln das andere Kantone?

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In den Kantonen Genf und Wallis sind alle Spitäler und Heime gesetzlich verpflichtet, Sterbehilfe zu dulden. In der Waadt, Neuenburg, Jura und Graubünden gilt die Pflicht für öffentlich beauftragte Institutionen. Neben Zürich diskutieren auch weitere Kantone vergleichbare Regeln. So haben etwa die Parlamente in Nidwalden und Solothurn bereits solche beschlossen.

Die FDP hatte Stimmfreigabe beschlossen. Es handle sich um eine ethische und nicht um eine rein politische Frage, sagt Parteipräsident Filippo Leutenegger. Das deutliche Ja begrüsse er jedoch: Es zeige, dass die neue Regelung einem Bedürfnis in der Bevölkerung entspreche.

Die SVP bedauert den Entscheid. Parteipräsident Domenik Ledergerber betont jedoch, seine Partei akzeptiere das Resultat. Nun werde man die Umsetzung genau beobachten. Insbesondere müsse sichergestellt werden, dass Mitarbeitende von Spitälern und Heimen nicht verpflichtet werden, an einem assistierten Suizid mitzuwirken.

Besonders engagiert gegen die Vorlage hatte sich der Heimleiter und Kantonsrat der EVP Markus Schaaf. Er sei enttäuscht vom Resultat, aber nicht überrascht, sagte er gegenüber SRF, denn es würde nun keine Wahlfreiheit mehr geben: Man könne sich nun nicht mehr zwischen einem Heim entscheiden, dass den assistierten Suizid dulde und einem, das ihn nicht dulde.

Kirchen beurteilen Vorlage unterschiedlich

Auch die Kirchen haben sich im Vorfeld der Abstimmung positioniert. Der Kirchenrat der Reformierten Kirche Kanton Zürich empfahl ein JA. Die Vorlage verbinde die Selbstbestimmung am Lebensende mit dem Schutz besonders verletzlicher Menschen.

Ganz anders beurteilte der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain die Vorlage. Er stellte den assistierten Suizid grundsätzlich infrage. Dass Spitäler sowie Alters- und Pflegeheime verpflichtet werden sollen, assistierten Suizid zuzulassen, bezeichnete Bonnemain auch als falsch. «Die diesbezügliche gegenwärtige Entwicklung ist leider ein Zeichen der Entmenschlichung.» so Bonnemain im Onlineportal kath.ch.

Weitere Abstimmung im Kanton Zürich

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Die Zürcherinnen und Zürcher sagen Nein zum umstrittenen Lehrpersonalgesetz: Fast 60 Prozent der Stimmberechtigten legten ein Nein in die Urne. Die Zürcher Stimmbevölkerung will den Lehrpersonen für ihre Arbeit neben dem Unterrichten somit nicht mehr Zeit zur Verfügung stellen.

Die Abstimmung geht auf die Volksinitiative «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen» zurück. Sie forderte, dass assistierter Suizid in sämtlichen Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen ermöglicht werden muss.

Der Kantonsrat griff das Anliegen auf und erarbeitete einen Gegenvorschlag. Daraufhin zogen die Initianten ihre Initiative zurück. Weil gegen den Gegenvorschlag das Referendum ergriffen wurde, kam die Vorlage nun vors Volk.

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

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Erwachsene: Dargebotene Hand/Sorgentelefon

  • Telefon (rund um die Uhr): 143
  • Mail und Chat: www.143.ch

Kinder und Jugendliche: Pro Juventute

  • Telefon (rund um die Uhr): 147
  • Mail und Whatsapp: www.147.ch

Weitere Informationen

Abstimmungsdossier

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Grafik mit 'SRF News Abstimmungen' Text und abstrakten Linien.

Hier finden Sie News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 27. September 2026.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 27.9.2026, 12:10 Uhr ;  ollerk/kerf/schp;swam

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