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Sunday, September 13, 2026

Kreative Wohnideen – Mulde, Parkplatz, Kanal: So wohnt man in England auf engstem Raum

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Wohnraum ist in London knapp und teuer. Wer ein eigenes Zuhause will, benötigt oft Erfindergeist. Diese drei Menschen tun genau das und haben dabei ganz unterschiedliche Wege gefunden, um aus dem Platzmangel ihr eigenes Reich zu schaffen.

Zuhause in der Mulde

Harrison Marshall wohnt stylish auf kleinstem Fuss, in einem Haus, das kleiner ist als ein Tiny House. Es ist so klein, dass es nicht einmal eine eigene Adresse hat. Aber es steht zentral in London. Das Haus ist so gebaut, dass es sich heben und umplatzieren lässt – rechtlich bewegt er sich damit in einem Graubereich. Bezahlt wird nur die Miete für den Boden, auf dem die Mulde gerade steht.

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  • Bild 1 von 8. Harrison Marshall ist Designer und Architekt. Bildquelle: SRF.

    Person mit Brille lächelt und lehnt sich aus einem Fenster.
  • Bild 2 von 8. Sein Beruf brachte ihm das nötige Rüstzeug mit, um sein Haus selbst zu entwerfen und zu bauen. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 8. Los geht’s: Ins Haus geht es über eine Leiter ... Bildquelle: SRF.

  • Bild 4 von 8. ... und schon ist man in der Küche. Bildquelle: SRF.

  • Bild 5 von 8. Insgesamt steckte Harrison drei bis vier Wochen Bauzeit in sein Projekt. Bildquelle: SRF.

  • Bild 6 von 8. Sein Bett ist oberhalb der Küche. Bildquelle: SRF.

  • Bild 7 von 8. Harrisons Entwürfe für weitere Skip Houses. Bildquelle: SRF.

  • Bild 8 von 8. Geduscht wird auswärts: «Ich habe im Gym und am Arbeitsplatz eine Dusche. In meinem Atelier hat es eine Gemeinschaftsdusche», erklärt er. Bildquelle: SRF.

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Sein Zuhause ist eine ausgebaute Mulde, ein sogenanntes Skip-House. Seit zwei Jahren lebt Harrison bereits darin, mindestens ein weiteres Jahr will er noch bleiben. In dieser Zeit spart er Geld, um sich danach eine kleine Wohnung zu kaufen. Mit seiner Wohnform wollte er bewusst auf die Wohnungsknappheit in London aufmerksam machen – ausgelöst wurde die Idee vor allem durch die hohen Lebenshaltungskosten der Stadt.

«Das Schwierigste ist, in London einen Platz zu finden, wo dich jemand ein komisches Haus hinstellen lässt», sagt er. Der Alltag im Skip-House verlangt Organisation: Wasser holt Harrison an einem Aussenhahn, den ihm ein netter Nachbar zur Verfügung stellt. Strom hat er zum Kochen. Geduscht wird auswärts.

Haus auf dem Parkplatz

Das nächste Zuhause hat einen Parkplatz als Fundament. Eine Gesetzesänderung hat es in London möglich gemacht, vorher nicht bebaubare Flächen zu bebauen: Lücken zwischen Häusern, die als Parkplätze dienten. Zeitweise entstanden dadurch in der Stadt sogenannte Infill Houses. Hier steht heute das Zuhause von Schweizerin Corin Camenisch und ihrem Mann Ryan, der aus Südafrika stammt.

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  • Bild 1 von 12. Seit anderthalb Jahren leben Corin und Ryan im Haus auf dem ehemaligen Parkplatz. Bildquelle: SRF.

  • Bild 2 von 12. Corin zeigt ein Foto des Parkplatzes. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 12. Sie suchten ein modernes Haus: «Das ist schwierig zu finden in London, die meisten Häuser sind ältere, viktorianische Bauten.». Bildquelle: SRF.

  • Bild 4 von 12. Sie kauften das Haus am Hang. Wie viel sie dafür bezahlten, erzählen sie nicht. Bildquelle: SRF.

  • Bild 5 von 12. Die Küche ist gross und modern. Hier verbringe das Paar am meisten Zeit. Bildquelle: SRF.

  • Bild 6 von 12. Im obersten Stockwerk ist das Schlafzimmer. Bildquelle: SRF.

  • Bild 7 von 12. Durch die Dachfenster ist es sehr hell. Bildquelle: SRF.

  • Bild 8 von 12. Im Haus hat es drei WCs. Bildquelle: SRF.

  • Bild 9 von 12. Im Gästezimmer arbeitet Corins Mann Ryan im Homeoffice. Bildquelle: SRF.

  • Bild 10 von 12. Von der Küche geht es auf die moderne Terrasse. Bildquelle: SRF.

  • Bild 11 von 12. Das «Infill House» öffnet sich zur Gartenseite hin und wird breiter. Bildquelle: SRF.

  • Bild 12 von 12. Ein schmaler, aber erstaunlich grosszügiger Bau, besonders wenn man bedenkt, dass hier zuvor lediglich ein einzelnes Auto parkierte. Bildquelle: SRF.

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Das Haus misst 90 Quadratmeter und verfügt über drei WCs – für Corin und ihren Mann fühlt sich das nach eigenen Worten grosszügig an, weil sie zuvor immer in beengten Ein-Zimmer-Wohnungen gelebt hatten. Davor wohnten sie in New York und San Francisco in «Sardinendosen».

Zuhause auf dem Wasser

Seit acht Jahren lebt Emily Souter Johnson auf einem «Canal Boat», gemeinsam mit ihrem Hund Tony. Finanziell wäre für sie auch eine andere Option möglich gewesen: «Als ich das kaufte, hätte ich genug Geld gehabt, um eine ganz schlimme Wohnung zu kaufen.»

Hinter der Entscheidung steht auch eine persönliche Geschichte. Schon ihr Vater besass ein Kanalboot und ermutigte sie: «Lebe auf einem Boot.» Nach seinem Tod hatte Emily das Geld, um sich selbst eines zu kaufen.

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  • Bild 1 von 12. Emily Souter Johnson liebt das Leben auf ihrem Boot: «Ich bin frei.». Bildquelle: SRF.

  • Bild 2 von 12. Ein Boot zu steuern sei anspruchsvoller, als man denke: «Es ist wie ein grosser Truck, du musst gleichzeitig an vorne und an hinten denken.». Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 12. Emilys Hund Tony geniesst die Sonne an Deck. Bildquelle: SRF.

  • Bild 4 von 12. Wenn man ins Haus kommt, ist man direkt in einer kleinen Küche. Bildquelle: SRF.

  • Bild 5 von 12. Technisch versorgt sich Emily weitgehend selbst: «Ich habe zwei Solarpanels mit etwas unter 700 Watt. Und wenn der Motor läuft, wird die Batterie aufgeladen und das Wasser aufgeheizt.». Bildquelle: SRF.

  • Bild 6 von 12. Ihre Bootslizenz erlaubt es ihr, für zwei Wochen am selben Ort liegen zu bleiben – gegen eine Gebühr. Bildquelle: SRF.

  • Bild 7 von 12. Das heisst: Alle zwei Wochen muss sie den Standort wechseln und dabei mindestens 27 Kilometer in die gleiche Richtung zurücklegen. Bildquelle: SRF.

  • Bild 8 von 12. Im Boot hat es sogar Platz für ein Gästezimmer. Bildquelle: SRF.

  • Bild 9 von 12. Und ein grosses Badezimmer mit Kompost-WC. Bildquelle: SRF.

  • Bild 10 von 12. Im hintersten Teil des Bootes ist ihr Schlafzimmer ... Bildquelle: SRF.

  • Bild 11 von 12. ... mit Ausblick in die Natur. Bildquelle: SRF.

  • Bild 12 von 12. Hier ist das Kanalboot südlich von der Stadt Bath in Somerset. Bildquelle: SRF.

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Ein Boot zu steuern sei anspruchsvoller, als man denke. Genau das ist inzwischen auch ihr Beruf: Emily bringt anderen Menschen bei, ein Kanalboot zu steuern – etwa wenn jemand ein Boot kauft, ohne Erfahrung damit zu haben.

Das Leben auf dem Kanal ist dabei alles andere als einsam: Zweimal im Jahr findet ein Markt auf dem Wasser statt, viele Bewohnerinnen und Bewohner sind selbstständig und verkaufen dort ihre eigenen Produkte. Vergangenes Jahr fand zudem die erste Kanal-Pride statt. «Viele alternative Leute wohnen auf Booten», sagt Emily.

Ding Dong Ding Dong Spezial – Grossbritannien

Show & Comedy Laufzeit 107 Minuten.

SRF 1, Ding Dong Spezial – Grossbritannien, 5.9.2026, 20:10 Uhr ;  stel;rama

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