Schlagzeilen
Bündnis warnt vor Klimafolgen: Mehr Schutz für Kinder gefordert
Ein breites Bündnis von Organisationen und Verbänden verlangt von der Politik besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Folgen der Erderwärmung. "Sie tragen am wenigsten Verantwortung für die Krise, sind aber besonders stark und lang von ihren Folgen betroffen", heißt es in dem Forderungspapier. Zu den rund 80 Unterzeichnern gehören etwa die Diakonie und Greenpeace. Die Unterstützer fordern unter anderem Schutz vor Hitze auf dem Schulweg und in der Schule, in Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen.
Bruch der Diplomatie: Algerien kappt Beziehungen zu VAE
Algerien bricht die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ab. "Sämtliche Wege, um die bilateralen Beziehungen zu erhalten, wurden erschöpft", teilte das algerische Außenministerium laut der Staatsagentur APZ mit. Konkrete Gründe wurden nicht genannt. Die Emirate handelten "zunehmend provokant und feindlich". Algerien wirft dem mächtigen Golfstaat unter anderem vor, in den Nachbarländern Mali und Niger die dortigen Militärregierungen zu unterstützen.
Bürgermeister im Visier: Gewaltvorwürfe an Pariser Schulen
Bei den umfangreichen Ermittlungen wegen des Verdachts von Gewalt an Pariser Kindergärten und Grundschulen prüft die Staatsanwaltschaft auch mögliches Fehlverhalten von Bürgermeister Emmanuel Gregoire und seiner Vorgängerin Anne Hidalgo. Untersucht werde, ob es neben einer politischen auch eine strafrechtliche Verantwortung der Rathausspitze gebe, sagte die Staatsanwältin Laure Beccuau dem Sender France Inter. Derzeit liefen etwa 235 Ermittlungen in Fällen möglicher körperlicher und sexueller Gewalt.
Mehr Geld für Innenministerium: Dobrindt verteidigt Reformen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat Kritikern seiner Reformpläne vorgeworfen, sie setzten die Sicherheit der Menschen in Deutschland aufs Spiel. Die geplanten erweiterten Ermittlungsbefugnisse "schützen unsere Freiheit", sagte Dobrindt in der Bundestagsdebatte zum Etat 2027. Der Etat des Innenministeriums soll um gut 950 Millionen Euro auf 16,7 Milliarden Euro wachsen. So sollen das Bundeskriminalamt und die Bundespolizei mehr Personal erhalten. Auch in Sachen Cybersicherheit soll mehr Geld fließen.
Notizen vom Verdächtigen: Über 160 Sabotageziele entdeckt
Im Wohnmobil des mutmaßlichen Strom-Saboteurs ist ein Notizbuch mit handschriftlichen Vermerken zu mehr als 160 bisherigen und möglichen weiteren Sabotagezielen entdeckt worden. Das hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Landtags-Innenausschuss berichtet. "Wir haben nicht nur den mutmaßlichen Täter der Anschläge gefasst, sondern damit womöglich immer weitere Anschläge verhindert". Dem Haftrichter habe der 48-Jährige zudem sieben weitere Orte genannt, die er als Lager genutzt habe, sagte Reul.
Kehrtwende der Regierung: Island will Walfang beenden
Island will den kommerziellen Walfang beenden. Die Regierung in Reykjavik will im Februar einen Gesetzentwurf für ein dauerhaftes Verbot einbringen, kündigte sie auf ihrer Internetseite an. Der Walfang in dem Inselstaat sorgt seit Jahren für Proteste von Tierschützern und Prominenten. Kommt es zum Verbot, würden nur noch Norwegen und Japan den Walfang kommerziell betreiben. Finnwale sind das Hauptziel der isländischen Walfänger. Sie werden von der Weltnaturschutzunion als gefährdet eingestuft.
Über 20 Tote: Brand auf Frachter in Ostchina
In der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao sind 25 Menschen bei einem Brand auf einem Frachtschiff ums Leben gekommen. Damit wurden auch die übrigen fünf Vermissten nur noch tot geborgen, nachdem chinesische Staatsmedien zunächst von 20 Toten berichtet hatten. Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge 42 Menschen an Bord des Frachters befunden. Zwölf Menschen konnten vom Schiff gerettet werden. Fünf weitere seien in ein Krankenhaus gekommen. Wie der Frachter in Brand geriet, blieb unklar.
Partnerin betäubt und gefilmt?: Angeklagter schweigt zu Vorwürfen
Im Prozess um mehrere gefilmte Vergewaltigungen seiner Partnerin in der Region Hannover will sich der Angeklagte nicht äußern. Der 39-Jährige werde von seinem Schweigerecht Gebrauch machen, sagte Verteidiger Marcin Raminski zum Auftakt im Landgericht Hannover. Zwischen November 2021 und März 2026 soll der Mann seine damalige Lebensgefährtin in 103 Fällen betäubt, vergewaltigt und die Taten gefilmt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann zudem vor die Videos teils etwa im Internet weiterverbreitet zu haben.
Ermittlungen gegen SPD-Kandidat: Krach weist Bereicherung zurück
Angesichts von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover und Hausdurchsuchungen bei ihm hat der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach den Verdacht der Bereicherung von sich gewiesen. Das sagte er vor Journalisten in Berlin. "Ich habe niemals privat Geld angenommen. Und ich habe auch niemals als SPD-Vorsitzender hier in Berlin eine Spende angenommen". Bezüglich des fraglichen Vergabeverfahrens fügte Krach hinzu, er sei nie direkt an den Vertragsverhandlungen beteiligt gewesen.
Tests auf Sicherheitslücken: EU bekommt Zugang zu KI-Modellen
Die EU-Behörde für Cybersicherheit (Enisa) bekommt Zugang zu den KI-Modellen der US-Unternehmen Anthropic und OpenAI. Die Behörde soll die Modelle Mythos 5 und GPT-6, auch Astra genannt, auf Sicherheitslücken testen, wie ein Sprecher der EU-Kommission mitteilte. Die Unternehmen hatten nach mehreren Vorfällen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Die Modelle Mythos und GPT-6 können Schwachstellen in Computersystemen finden und ausnutzen und können somit eine Gefahr für die Cybersicherheit darstellen.
Folgen der Hormus-Blockade: Weltweiter Kohleverbrauch steigt
Die Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs treibt die weltweite Kohle-Nachfrage in die Höhe. Durch die Blockade komme es zu einem massiven Rückgang der Flüssiggas-Lieferungen, was die Preise stark steigen lasse, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) mit. Das habe bestimmte Länder dazu veranlasst, verstärkt Strom aus Kohle zu erzeugen. Infolgedessen werde nun prognostiziert, dass die weltweite Kohle-Nachfrage 2026 auf einen Rekordwert von 8,94 Milliarden Tonnen steigen wird.
Hausärzteverband warnt: Versorgung gerät unter Druck
Der Verband der Hausärztinnen und Hausärzte fordert schnelle Reformen zur Stabilisierung der hausärztlichen Versorgung. Der frisch vereidigte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) müsse jetzt handeln, sagte der Co-Bundesvorsitzende des Verbands, Markus Blumenthal-Beier. Andernfalls drohe mancherorts ein Zusammenbruch der hausärztlichen Versorgung. Es bestünden "viele Ängste", sagte Blumenthal-Beier. Mit Blick auf die geplanten Sparmaßnahmen warnte der Verband vor weiteren Verschlechterungen.
Studie unter Minderjährigen: Jeder fünfte erlebt Cybergrooming
Etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland hat einer Studie zufolge schon einmal Cybergrooming erlebt. Das geht aus einer Untersuchung der Landesanstalt für Medien NRW hervor. Cybergrooming ist die gezielte Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen über das Internet. Dazu zählt die Aufforderung, Bilder oder Videos zu schicken oder sich im echten Leben zu treffen. Der Anteil der Befragten mit solchen Erfahrungen sank im Vergleich zum Vorjahr von 24 auf 19 Prozent.
Kampf gegen Inflation: EZB erhöht Zins auf 2,5 Prozent
Die Europäische Zentralbank (EZB) stemmt sich mit einer weiteren Zinserhöhung gegen die infolge des Iran-Kriegs gestiegene Inflation. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins steigt von 2,25 auf 2,5 Prozent, wie die EZB nach einer auswärtigen Sitzung in Berlin mitteilte.
Berufungsprozess zugelassen: Fall Hoiby wird neu verhandelt
Der Fall Marius Borg Hoiby wird neu verhandelt. Nach dem Urteil gegen den Sohn von Norwegens Königin Mette-Marit hat ein Gericht dessen Berufung zugelassen. "Das Berufungsgericht wird umgehend mit den Vorbereitungen für das Verfahren beginnen", hieß es in einer Pressemitteilung. Ein Termin für die Verhandlung stehe noch nicht fest. Hoiby war im Juni wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, häuslicher Gewalt und einer Reihe weiterer Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
10.09.2026 | 0:41 min
Umgang mit Leihmutterschaft: Spahn entschuldigt sich
Der frühere Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, hat sich in einem Brief an die CDU-Mitglieder seines NRW-Wahlkreises für seinen Umgang mit einer Leihmutterschaft in den USA entschuldigt. "Ich war zu feige, bei diesem sensiblen Thema offen Farbe zu bekennen", schreibt Spahn in einem Brief, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. "Ich wollte eine schwierige Debatte vermeiden, auch zum Schutz meiner werdenden Familie". Das sei falsch gewesen und er bedaure dies zutiefst, so Spahn.
Riskante Immobilien-Investments: Hohe Verluste bei Krankenkassen
Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen immer deutlicher das große Ausmaß von Verlusten gesetzlicher Krankenkassen durch riskante Immobilieninvestments. So nahmen betroffene Krankenkassen bereits bis Ende 2025 Wertberichtigungen von rund 400 Millionen Euro vor. Das schrieb die Regierung in einer vom Bundestag veröffentlichten Antwort auf eine Grünen-Anfrage. Die Kassen dürften demnach noch deutlich höhere Summen verloren haben. NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichteten zuerst darüber.
Rückgang um fast 17 Prozent: Asylanträge in EU rückläufig
Die Zahl der Asylanträge in der EU sowie in Norwegen und der Schweiz ist im ersten Halbjahr 2026 erneut zurückgegangen. Von Januar bis Juni zählte die Asylagentur der Europäischen Union insgesamt rund 332.000 neue Anträge, wie die Behörde auf Malta mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von fast 17 Prozent. Die meisten Asylanträge gingen in Frankreich (rund 69.000) und Italien (etwa 66.000) ein. Deutschland lag bei der Zahl der Anträge mit 54.454 knapp hinter Spanien auf Position vier.
Nach Sprengstofffund in Bayern: 38-jähriger Verdächtiger in U-Haft
Nach dem Fund von Sprengstoff bei Egloffstein in Bayern sitzt ein 38-Jähriger in Untersuchungshaft. Ein Bekannter hatte der Polizei gemeldet, bei dem Wohnanwesen des Mannes einen gezündeten Molotowcocktail und einen selbst gebastelten Böller gefunden zu haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Vor Ort fanden die Beamten zudem eine selbst gebaute Rohrbombe. Donnerstagnacht vor einer Woche durchsuchten Ermittler der Kriminalpolizei die Wohnung des Mannes und nahmen ihn fest. Ein Richter erließ Haftbefehl.
Staatsbesuch vom Golf: Präsident der Emirate in Berlin
Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, hat einen zweitägigen Staatsbesuch in Deutschland begonnen. Er wurde am Donnerstagvormittag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren in Berlin begrüßt. Deutschland und die Emirate wollen mit dem Besuch ihre Beziehungen ausbauen. Nach emiratischen Angaben sollen Abkommen mit einem Milliardenvolumen geschlossen werden. Mohammed bin Sajid wird sich auch mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) treffen.
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