Kriegsverbrechen: Kosovos Ex-Präsident zu langer Haft verurteilt

- 25 Jahre Haft: Kosovos Ex-Präsident Hashim Thaci muss wegen Kriegsverbrechen ins Gefängnis.
- Das Kosovo-Sondertribunal im niederländischen Den Haag fällte das Urteil am Mittwoch.
- Thaci wurde unter anderem des Mordes, der Folter und grausamer Behandlung für schuldig befunden.
Der frühere Präsident des Kosovo, Hashim Thaci, ist am Mittwoch wegen Kriegsverbrechen zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde am Mittwoch von dem Kosovo-Sondertribunal im niederländischen Den Haag gefällt. Das Gericht befand Thaci unter anderem der «rechtswidrigen Festnahme, Folter, des Mordes und grausamer Behandlung» für schuldig.
Die Anklage hatte für insgesamt vier frühere Kommandeure der Kosovo-Befreiungsarmee UCK 45 Jahre Haft wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Kosovo-Kriegs gefordert. Alle Angeklagten plädierten auf nicht schuldig.
Der Hintergrund
Die albanisch-kosovarische UCK kämpfte im Kosovo-Krieg in den Jahren 1998 und 1999 für eine Unabhängigkeit des Kosovo von Jugoslawien beziehungsweise Serbien. Die Angeklagten sollen dabei für Morde und Folter verantwortlich gewesen sein. Im Kosovo, wo viele die UCK-Kämpfer bis heute als Helden verehren, wurden auf öffentlichen Plätzen Leinwände aufgestellt, auf denen tausende Menschen die Urteilsverkündung im Livestream mitverfolgen können.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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