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Sunday, September 13, 2026

Koks-Test bei Baby positiv: Richterin gibt James Eltern zurück

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  • Baby James (17 Wochen) aus Grosskrut in Niederösterreich wurde positiv auf Kokain getestet und seinen Eltern weggenommen.
  • 19 Tage später ordnete eine Richterin die sofortige Rückgabe an, da die Wegnahme nicht ausreichend begründet gewesen sei.
  • Die Frage, ob tatsächlich Kokain im Blut war und falls ja, woher es stammte, konnte nicht geklärt werden.

In Grosskrut in Niederösterreich spielte sich ein Drama um das inzwischen 17 Wochen alte Baby James und dessen Eltern ab. Nachdem James aus dem Schoppen getrunken hatte, musste er sich plötzlich übergeben. Seine Eltern brachten ihn daraufhin ins Spital zur Kontrolle. Dort wurde James positiv auf Kokain getestet, wie die «Kronen Zeitung» berichtet.

Das Testresultat warf Fragen und vor allem Vorwürfe gegen die Eltern auf. Ein zweiter Test fiel jedoch negativ aus – laut den Eltern. Trotzdem war es schon zu spät. Am 24. August wurde James seinen Eltern weggenommen. Nun – 19 Tage später – erhielten sie ihn zurück.

«Er ist halt die Welt für uns»

«Ich kann nicht in Worte fassen, wie ich mich jetzt fühle, mit meinem Baby im Arm», erklärt Mutter Kathi gegenüber «RTL». «Das ganze Leben ist zerstört worden», berichtete Vater Matthias, und: «Er ist halt die Welt für uns.» Die beiden erzählten, dass sie nicht mal darüber informiert wurden, wo James hingebracht worden war.

Kathi beteuert, weder Kokain noch andere Drogen konsumiert zu haben. Kurz nach dem ersten Test bei James wurde auch sie getestet. Auch bei ihr fielen die Resultate widersprüchlich aus. Spätere Tests bei den Eltern und Grosseltern ergaben nach Darstellung der Familie keine positiven Befunde.

Richterin ordnete Rückgabe des Babys an

Anfang Juli wurden Kathi und James in eine Mutter-Kind-Einrichtung eingewiesen. Ende Juli durften sie jedoch schon wieder nach Hause. Im August stand dann das Jugendamt mit Polizeischutz vor der Tür. Die zuständige Behörde begründete das Vorgehen gegenüber der «Kronen Zeitung» damit, dass James das Kokain direkt und nicht über die Muttermilch aufgenommen habe.

Nur einen Tag später stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Kathi ein. Da das Strafverfahren und das Verfahren zum Kinderschutz unabhängig voneinander liefen, kam James trotzdem nicht zurück.

Erst als eine Richterin die sofortige Rückkehr des Babys angeordnet hatte, durfte Kathi James wieder in die Arme nehmen. Ihr Fazit zum Fall: Die Wegnahme sei nicht ausreichend begründet gewesen. Insbesondere habe nicht bestätigt werden können, dass Kathi ihrem Sohn das Kokain tatsächlich verabreicht habe. Die Richterin stellte die Vermutung auf, dass das Kokain über einen verunreinigten Schnuller weitergegeben wurde. Das Mysterium konnte aber bisher nicht abschliessend geklärt werden.

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Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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