Saisonfinale in Lake Placid – Frei krönt mit Sieg ihre tolle Saison – Colombo starker Zweiter

- Sina Frei gewinnt beim Saisonfinale in Lake Placid (USA) das letzte Cross-Country-Rennen in diesem Jahr.
- In einem packenden Sprint setzt sich die Zürcherin gegen Martina Berta aus Italien durch.
- Bei den Männern fährt Filippo Colombo bis zuletzt um den Sieg mit und verpasst diesen als Zweiter nur hauchdünn.
Was für ein Rennen von Sina Frei. Die Schweizerin, die in Lake Placid vor 24 Stunden den Sieg in der Short-Track-Gesamtwertung eingetütet hatte, fuhr auch im Cross-Country-Rennen der Konkurrenz davon. Wobei: «Davonfahren» ist in diesem Fall nicht ganz richtig, fiel die Entscheidung doch in einem äusserst spannenden Sprint.
Bange Sekunden des Wartens
Auf der letzten von 8 Runden schien sich Frei, die das Rennen perfekt eingeteilt hatte, von ihrer letzten Konkurrentin Martina Berta gelöst zu haben. Die formstarke Italienerin steckte aber nicht auf und kämpfte sich noch einmal zurück, die letzten Meter mussten entscheiden. Nach dem Überqueren der Ziellinie herrschte allenthalben Unklarheit, wer denn nun das letzte Cross-Country-Rennen der Saison gewonnen hatte. Wenig später stand die Siegerin dann fest: Sie heisst Sina Frei. Nicole Koller und Alessandra Keller belegten hinter der Neuseeländerin Samara Maxwell die Plätze 4 und 5.
Damit rundete Frei ihre vorzügliche Saison so ab, wie sie sie im Mai in Südkorea begonnen hatte: mit einem Weltcupsieg über die olympische Distanz. Derjenige in Yongpyong war der erste der Karriere, jener am Samstag der dritte. «Ich bin so, so glücklich. Mit einem Sieg in die Saison zu starten und mit einem Sieg aufzuhören, ist unglaublich», so die Cross-Country-Weltmeisterin.
Für einmal nicht ganz vorne dabei war Jenny Rissveds. Die Schwedin liess die Konkurrenz früh ziehen, durfte sich am Ende aber trotzdem als Gesamtweltcupsiegerin feiern lassen. Frei belegt in dieser Wertung Platz 2.
Colombo angriffig aufs Podest
Im Rennen der Männer sorgten die Schweizer für Aufsehen. Filippo Colombo und Fabio Püntener bewiesen schon früh im Rennen, dass mit ihnen zu rechnen sein wird. Die beiden Swiss-Cycling-Athleten sorgten in der Spitzengruppe immer wieder für das Tempo und schufen damit die Grundlage für einen Podestplatz.
Es war schliesslich Colombo, der das Treppchen besteigen durfte. Der Tessiner verrichtete auf der letzten von 9 Runden lange Führungsarbeit, ehe ihn Charlie Aldridge (GBR) auf den letzten Metern noch überholen konnte. Für Colombo war es der 6. Weltcup-Podestplatz im Cross Country, ein Sieg blieb ihm bislang verwehrt. Püntener landete am Ende auf dem guten 7. Platz.
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