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Sunday, October 25, 2026

«Bereit zu attackieren»: Dreikampf um Gesamtweltcup eröffnet

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  • Lucas Pinheiro Braathen gewinnt den Riesenslalom in Sölden vor Loïc Meillard und Marco Odermatt.
  • Meillard steht in Sölden erstmals auf dem Podest, Odermatt wird um eine Hundertstel Dritter.
  • Meillard fährt vor Odermatts Super-G am 28. November zwei Slaloms in Levi und Gurgl.

Die Schweizer Ski-Männer starten gleich mit zwei Podestplätzen in die Saison 2026/2027. Loïc Meillard wird beim Riesenslalom in Sölden Zweiter, Marco Odermatt fährt auf die Drei. Den Sieg muss die Schweiz allerdings Lucas Pinheiro Braathen überlassen. Der Ski-Brasilianer knöpft Meillard im zweiten Lauf fast eine halbe Sekunde ab.

Sölden und Meillard, das hat in der Vergangenheit nie wirklich gepasst. Ein Stein falle ihm wegen seines ersten Podestplatzes auf dem Rettenbachgletscher aber trotzdem nicht vom Herzen. «Bis jetzt hat es hier nie funktioniert und ich musste immer eine Lösung für das nächste Jahr finden. Cool, dass es nun funktioniert hat. Aber ‹erleichtert› ist vielleicht ein zu grosses Wort», sagt der Zweitplatzierte.

«Ich weiss, dass es läuft»

Meillard galt bisher als Spätzünder im Weltcup, der erst im Verlauf der Saison so richtig aufdrehte und einen Podestplatz nach dem anderen holte. Nun startet er gleich mit einem zweiten Rang. «Es wird in den nächsten Wochen sicher einfacher. Ich weiss, dass es läuft und muss nicht wieder bei null beginnen.»

Es ist Meillards erster Podestplatz in Sölden überhaupt.

Es ist Meillards erster Podestplatz in Sölden überhaupt.IMAGO/IBEX.agency

Nur eine Hundertstelsekunde langsamer als Meillard war Marco Odermatt. Auch wenn es nicht für den vierten Sieg in Sölden reichte, bedeute ihm dieser dritte Platz viel. Im Vorfeld sagte der 29-Jährige, dass er dieses Rennen zum ersten Mal als Test nehme, ob er mental rechtzeitig in den Rennmodus komme oder ob er noch etwas anpassen müsse.

«Das Kribbeln habe ich erst heute Morgen bei der Besichtigung gespürt, mich aber dann richtig aufs Rennen gefreut», erklärt Odermatt. In den «Angriffsmodus» habe er dennoch nicht direkt gefunden. «Der erste Durchgang hat sich nach einem soliden Lauf angefühlt, aber sicher nicht mehr.» Dort lag er auf Zwischenrang 4 – und konnte sich dank einer «guten Steigerung» noch aufs Podest kämpfen. «Man hat gemerkt, dass es ohne diesen Angriff momentan einfach nicht mehr reicht. Das Level ist wirklich sehr hoch.»

Vorgeschmack auf Kugelkampf?

Im Vorfeld sagte Sieger Lucas Pinheiro Braathen, dass er eine reale Chance habe, Odermatt den Gesamtweltcup zu entreissen. Eine erste Kostprobe, wie er das anstellen will, lieferte er in Sölden.

Ob am Sonntag die drei Top-Kandidaten für den Gesamtweltcup auf dem Podest standen? «Ja, das ist sicher so», sagte Odermatt dazu. Meillard wollte sich noch nicht aus der Reserve locken lassen. «Der Gesamtweltcup ist noch weit weg. Ich glaube, es zeigt einfach, dass wir drei bereit sind, um zu attackieren. Darauf freue ich mich.»

Im Punkterennen um den Gesamtweltcup dürfte Meillard im Vergleich mit Odermatt demnächst vorlegen. Für den Walliser stehen vor dem nächsten Einsatz seines Teamkollegen und Konkurrenten gleich zwei Slaloms an, Levi und Gurgl.

Für Odermatt geht es hingegen erst Ende November in Übersee weiter, wenn am 28. November der Super-G in Copper Mountain auf dem Programm steht.

Nino Vinzens

Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.

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