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Tuesday, October 20, 2026

Seilbahnen steigern Umsatz – Skigebiete mit Rekordergebnis – aber Tageskarten werden teurer

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Rekordumsatz: Mit fast zwei Milliarden Franken Umsatz haben die Seilbahnen laut Seilbahnen Schweiz ein so gutes Ergebnis eingefahren wie seit 2014 nicht mehr. Zugelegt haben sie in diesem Zeitraum in allen Bereichen: im Winter (plus 31 Prozent), im Sommer (plus 107 Prozent) und mit Gastro und Hotellerie (plus 140 Prozent).

Wintergeschäft: Das Wintergeschäft ist zwar am wenigsten stark gewachsen. Aber mit 49 Prozent trägt es den grössten Anteil zum Geschäft bei. Die Anzahl der Skitage blieb in der Saison 2025/26 in etwa gleich. Letzten Winter erzielten die Seilbahnen mit dem Transport von Gästen einen Umsatz in der Höhe von 896 Millionen Franken – obwohl es ein warmer Winter war.

Rote Gondeln an einem Seil über verschneiten Bergen.
Legende: Das Wintergeschäft trägt die Hälfte zum Umsatz der Schweizer Seilbahnen bei. iStock/ Steven Allan

Dass es im Spätwinter schneite, trug entscheidend zum guten Geschäft bei. Wichtig seien auch die Beschneiungsanlagen für die Branche.

Sommergeschäft: Das Sommergeschäft entwickelte sich rasant. In der vergangenen Saison trug es ein Fünftel zum Umsatz bei. Das Berner Oberland war bei Deutschen sehr beliebt. Dort und in der Zentralschweiz verdreifachte sich die Zahl der Sommergäste seit 2020. Mit einer Steigerung von 13 Prozent war auch das Wallis beliebt, gefolgt von der Ostschweiz mit plus zehn Prozent. Während des heissen Sommers waren die Berge sehr gefragt, viele Ausflügler suchten dort Abkühlung. Und das milde Wetter verlängerte die Saison.

Wer in die Berge fährt: Im vergangenen Winter kamen so viele ausländische Gäste wie noch nie in den letzten zehn Jahren: Mit über 10 Millionen Skitagen trugen sie massgeblich zum guten Ergebnis bei. Schweizer Gäste machten mit knapp 16 Millionen Skitagen die Mehrheit aus, ihre Zahl sank aber um 5.3 Prozent.

Wie sich die Preise entwickeln: Die Preise sind in den vergangenen fünf Jahren um sieben Prozent gestiegen. Effektiv hätten die Besucher für einen Skitag 37.60 Franken bezahlt, wenn Rabatte, Abonnements und Ähnliches einbezogen würden.

Wenn man ein neues Produkt hat, das Neues bietet, kann man auch den Preis nach oben bewegen.

Auch in der kommenden Saison werden die Preise voraussichtlich um 2.3 Prozent steigen. Wer zum Beispiel in Saas-Fee oder Gstaad Skifahren will, zahlt für die Tageskarte 84 Franken. Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz, erklärt das mit Personal- und Energiekosten sowie Investitionen: «Wenn man ein neues Produkt hat, das Neues bietet, kann man auch den Preis nach oben bewegen.» Eine Reihe von Skigebieten wartet mit modernisierten Anlagen auf. Nicht alle Regionen erhöhen die Preise. Auf Anfrage von SRF geben etwa Jungfrau und Arosa-Lenzerheide an, dies nicht zu tun.

Dynamische Preise: Mehrere Gebiete arbeiten mit «Dynamic Pricing», also Preisen, die sich an die Nachfrage anpassen. An schönen Wochenendtagen beispielsweise sind solche Gebiete teurer als andere. «Der Gast akzeptiert, dass er bei bestem Wetter in der Hochsaison mehr bezahlen muss als in der Nebensaison», sagt Berno Stoffel. St. Moritz etwa startet am kommenden Wochenende mit 47.50 Franken. Zur Hochsaison wird es dann dreistellig.

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