ESPNConnelly: These top CFB teams should be on upset alert this weekendESPN DeportesRafa argumenta amnesia en partidos ante Estados UnidosThe Jerusalem PostLibra travel insurance coverage for affected flydubai passengers to be extended for freeInquirerEx-BFP chief pleads not guilty in P4-M bribery case매일경제“관세 할인되나요”…대만서 ‘트럼프 얼굴’ 닮은 기암괴석 화제ZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioUOLCondenada à morte disse que braço 'ia explodir' em execução no TennesseeMalay MailChina opens its first overseas air force base in Laos, analysts warn Beijing is only getting startedBusiness AMAmazon trekt 1 miljard dollar uit om de impact van datacenters te compenserenRapplerComputer science has long understood what it takes to keep AI under controlSözcüÜlkedeki içme suyuna yanlışlıkla 20 ton 'şap' karıştırdılar01netLa Switch 2 vendue à la casse : Nintendo frappe fort alors que PlayStation et Xbox augmentent les prix
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, October 3, 2026

Gefahren nach der Flutkatastrophe für Überlebende in Nepal

Translate
Menschen stehen im Regen vor Zelten in Betrawati, Nepal.

Reportage

Flut-Überlebende in Nepal Die Gefahr nach der Katastrophe

Stand: 03.10.2026 • 06:48 Uhr

Mehr als einen Monat nach der Flutkatastrophe im Himalaya ist die Lage für viele Überlebende immer noch prekär. Gerade für Kinder und junge Frauen birgt das Leben in Notunterkünften viele Gefahren.

Franziska Amler

Die Katastrophe hat Susmita Tamang alles genommen. Die 19-Jährige hat ihr Zuhause, ihren Job, ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Und das Schlimmste: Ihr Vater und ihre Großeltern werden noch immer vermisst.

Während sie darüber spricht, wischt sie sich immer wieder die Tränen aus dem Gesicht. "Uns ist nichts mehr geblieben", sagt sie. "Wir versuchen irgendwie mit der Situation fertig zu werden. Unser Leben hat sich so drastisch verändert und die Entbehrungen sind schlimmer, als ich es mir jemals hätte vorstellen können."

Sammelunterkünfte riskant für junge Frauen

Seit Wochen lebt sie gemeinsam mit ihrer Mutter in einer Notunterkunft, zwei Autostunden von Nepals Hauptstadt Kathmandu entfernt. In den provisorischen Zelten liegen mehrere Matratzen dicht an dicht, dazwischen Taschen, Kleidung und Hilfsgüter. Es ist eng.

Nach den dramatischen Erlebnissen sind Mutter und Tochter schwer traumatisiert. Sie hatten jedoch keine andere Wahl, als hier unterzukommen.

Dabei stellen gerade Sammelunterkünfte für junge Frauen wie Susmita Tamang ein großes Risiko da, warnt Ayush Joshi von der Hilfsorganisation Save the Children: "Es gibt unzureichende Beleuchtung, nur begrenzten Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen sowie zu wenig Privatsphäre", sagt Joshi. Wenn Familien auf engem Raum zusammenlebten, schaffe das viel Unsicherheit. "Das Risiko von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung, insbesondere für Frauen, Mädchen und Kinder, kann definitiv steigen."

Gefahr von Menschenhandel

Nicht nur im Lager, auch außerhalb. Die nepalesischen Behörden haben reagiert: Hier am Checkpoint in Nuwakot kontrolliert der Polizist Balram Khadka gemeinsam mit seinen Kollegen verdächtige Fahrzeuge. Ihr Blick gilt dabei besonders den Mädchen. Khadka: "Fremde nehmen gezielt schutzbedürftige Menschen ins Visier. Deshalb sollen wir insbesondere junge Mädchen schützen. Wir kontrollieren die Fahrzeuge streng, um sicherzustellen, dass sie nicht weggebracht werden."

Die Gefahr von Menschenhandel ist in dem Katastrophengebiet real. Die Menschen reagieren deshalb mit Verständnis auf die Kontrollen. Junge Frauen seien regelmäßig Ziel solcher Menschenhändler, sagen Hilfsorganisationen und die Polizei. Ihre Not werde oft ausgenutzt.

Weiterhin Hochwasser und Erdrutsche

Eine gefährliche Situation - auch für Susmita Tamang. Trotzdem macht sich die junge Frau aber vor allem Sorgen um die Kinder hier im Lager. Viele von ihnen haben ihre Eltern verloren. "Die Verletzlichkeit dieser Kinder beunruhigt mich am meisten", sagt Tamang. "Ich habe große Angst, dass jemand sie mitnehmen könnte und wir sie vielleicht nie wieder finden."

Hinzu kommt: Auch das Wetter im Katastrophengebiet beruhigt sich nicht. Immer wieder gab es in den vergangenen Tagen Hochwasser und Erdrutsche. Um nicht an dem Schmerz zu verzweifeln, flüchte sich Tamang in die Arbeit, sagt sie. Im Aufnahmelager hat sie inzwischen die Küchenschichten übernommen.

View the original on Tagesschau →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.