Schweizer Cup, 2. Runde – Nach viel Drama: Thun bodigt Schaffhausen nach Penaltyschiessen

- Thun zittert sich bei Promotion-Ligist Schaffhausen nach Penaltyschiessen in den Cup-Achtelfinal.
- Nach 120 Minuten steht es 2:2. Im Elfmeter-Drama braucht es nicht weniger als 20 (!) Versuche.
- Aarau schaltet zu Hause den FC Zürich aus. YB, Lugano und Lausanne setzen sich klar durch.
Was für ein Drama in der Schaffhauser FCS Arena vor 4358 Fans! Nach ereignisreichen 120 Minuten musste das Elfmeterschiessen die Entscheidung zwischen Promotion-League-Klub Schaffhausen und Schweizer Meister Thun herbeiführen. Und in diesem ging so richtig die Post ab:
- 9. Elfmeter: Nicolas Bürgy bietet sich die Chance, den Sack zuzumachen. Doch der Thuner Captain knallt die Kugel an die Latte.
- 18. Elfmeter: Nun hat Schaffhausens Rijad Saliji die Entscheidung auf dem Fuss. Doch er scheitert an Thuns nomineller Nummer 2 Tim Spycher.
- 20. Elfmeter: Schaffhausens Brillani Soro muss treffen – und tut es nicht. Spycher pariert auch diesen Versuch.
Grosse Erleichterung auf Seiten von Gian-Luca Privitellis Team. Die Thuner stehen damit erstmals seit 4 Jahren wieder im Cup-Achtelfinal.
So viel Drama hätte es aus Sicht der Berner Oberländer am Ende gar nicht mehr gebraucht. Sie führten dank Riccardo Braschis Premierentor – er hatte in der 93. Minute per Foulpenalty getroffen – bis in die Schlussminuten der Verlängerung mit 2:1. Doch als sich die Partie schon dem Ende zuneigte, passierte doch noch das, was fast passieren musste. Mit der letzten Chance glich Dimitri Volkart per Abstauber zum 2:2 für Schaffhausen aus.
Schaffhausen geht verdient in Front
Dieser späte Ausgleich war der verdiente Lohn einer starken Leistung von David Sesas Team über die gesamte Spielzeit. Die Schaffhauser hatten schwungvoll begonnen und hätten nach den ersten 45 Minuten mit 1:0 vorne liegen können. In der 10. Minute scheiterte Florian Schuler per Kopf an Spycher. Anschliessend herrschte im Thuner Strafraum Tohuwabohu, ehe Colin Odutayo das Leder aus spitzem Winkel an den Pfosten knallte.
Die verdiente Führung folgte 4 Minuten nach dem Seitenwechsel. Odutayo behauptete sich auf der rechten Aussenbahn. Seine flache Hereingabe erreichte Carmine Chiappetta, der schneller am Ball war als Lucien Dähler und zum 1:0 einnetzte.
Fast im Gegenzug gelang Thun der Ausgleich durch Noah Christoffersson. Der Kopfball des Schweden landete jedoch am Querbalken (52.), der 2. Versuch aus kurzer Distanz war zu wenig platziert. 10 Minuten später bekundete auch der eingewechselte Furkan Dursun Alu-Pech.
Ein starker und ein schwacher Penalty
Weitere 10 Zeigerumdrehungen später überschlugen sich dann die Ereignisse in der FCS Arena.
- 71. Minute: Noël Wetz ist wohl einen Tick später am Ball als Gegenspieler Nico Maier und trifft den Thuner am Fuss. Dursun lässt sich die Chance aus 11 Metern nicht nehmen – 1:1.
- 75. Minute: Spycher kommt aus seinem Kasten heraus und bringt FCS-Stürmer Angelo Campos nahe der Strafraumgrenze zu Fall. Schiedsrichter Schnyder zeigt wieder sofort auf den Punkt. Saliji nimmt sich der Sache an und scheitert kläglich. Sein Schuss geht rechts am Tor vorbei.
Was wäre wohl passiert, hätte Saliji seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt wieder auf die Siegerstrasse gebracht? Gut möglich, dass der Schweizer Meister dann noch mehr gewankt hätte als ohnehin schon.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.