Ambri kitzelt ZSC – Lions beissen zurück

Leader gewinnt erst nach Penaltys
Ambri kitzelt ZSC – Lions beissen zurück
So mutig wie Ambri hat sich noch kein Gegner dem souveränen Leader aus Zürich entgegengestellt. Der Lohn: ein Punkt und Platz 2.
Publiziert: 30.10.2026 um 22:38 Uhr
Stephan RothStv. Eishockey-Chef
Als die ZSC Lions das Duell gegen Ambri als Spitzenkampf anpreisen, klingt es ein wenig gönnerhaft. Denn die Differenz zwischen dem Leader und dem Dritten beträgt 13 Punkte. Zwischen dem Zweiten und dem Letzten liegen da nur elf Zähler.
Die Tessiner treten aber wie ein Spitzenteam auf, zeigen keinen falschen Respekt vor den erfolgsverwöhnten Zürchern. Nach wenigen Sekunden rüttelt Worge Kreü Topskorer Malgin mit einem knusprigen Crosscheck durch, als dieser Goalie Senn zu nahe kommt.
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Ab in die Kabine:Ambri-Wüthrich auf der Bank abgeschossen
Die Biancoblù begnügen sich nicht damit, sich zu verteidigen. Im Gegenteil. So frech ist dieser Saison noch kein Gegner den Lions gegenübergetreten. Das Team von Mastermind Tapola bewegt die Beine permanent, ist in den Zweikämpfen präsent und sticht in der Offensive immer wieder in die Zone vor Goalie Zumbühl.
Die Gäste lassen sich auch nicht erschüttern, als Knak aus der Drehung sein 11. Saisontor erzielt. Verteidiger Wüthrich wird auf der Spielerbank von einem Befreiungsschlag von Lehtonen im Gesicht getroffen und ist auf dem Weg in die Kabine, als Schnarr im Powerplay ausgleicht.
Der Kanadier hat kurz vor der Pause alleine vor Zumbühl die Führung auf dem Stock, holt dann aber im Mittelabschnitt Verpasstes nach. Nachdem sich De Luca im Bandenkampf der Captains gegen Geering durchsetzt, schweisst Schnarr den Puck unter die Latte.
Der Stürmer hatte am Donnerstag noch seine Teamkollegen erschreckt, als er mit einer Scream-Maske aus einer Kiste gesprungen war. Doch die Lions, bei denen der angeschlagene Andrighetto fehlt, lassen sich einen Tag vor Halloween nicht schocken. Im Powerplay gleicht Lammikko aus. Und Malgin setzt mit dem 3:2 via Schlittschuh den vermeintlichen K.-o.-Schlag. Doch Ambri steht wieder auf – und gleicht in Überzahl durch De Luca aus.
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Die Entscheidung fällt erst im Penaltyschiessen. Da haben die Lions dank des starken Frödén und Malgin die Nase vorn – 16. Sieg im 17. Spiel. Ambri rückt vor dem Derby vom Samstag auf Platz 2 vor.
Fans: 12’000
Tore: 6. Knak (Frödén, Geering) 1:0. 13. Schnarr (Kodytek, Järventie/PP) 1:1. 34. Schnarr (De Luca) 1:2. 43. Lammikko (Lehtonen, Strömwall/PP) 2:2. 55. Malgin (Knak, Strömwall) 3:2. 58. De Luca (Schnarr, Järventie/PP) 3:3. – Penaltyschiessen: Frödén 1:0, Järventie 1:1; Strömwall -, Schnarr -; Lammikko -, Joly -; Balcers -, Müller -; Malgin 2:1, Heed -.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 17 | 33 | 44 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 17 | 3 | 30 | |
3 | Genève-Servette HC | 18 | -7 | 29 | |
4 | SCL Tigers | 19 | 10 | 29 | |
5 | SC Bern | 16 | 6 | 28 | |
6 | HC Fribourg-Gottéron | 18 | 13 | 27 | |
7 | EV Zug | 12 | 15 | 25 | |
8 | Lausanne HC | 19 | -11 | 24 | |
9 | EHC Biel | 17 | -2 | 23 | |
10 | HC Davos | 18 | -9 | 23 | |
11 | HC Lugano | 17 | -5 | 22 | |
12 | HC Ajoie | 18 | -8 | 22 | |
13 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 18 | -17 | 19 | |
14 | EHC Kloten | 18 | -21 | 18 |
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