Zahlenspielereien nach Sölden – Premiere für «Papa Meillard» – Odermatt muss sich weiter gedulden

Mit Sölden verband Loïc Meillard bislang keine Liebesgeschichte. 2023 brach beim Walliser im 1. Lauf die Ski-Bindung aus dem Nichts und er schied aus. Ein Jahr später erlitt er beim Einfahren einen Schlag im Rücken und musste wegen einer Bandscheibenverletzung Forfait geben. Mehr als Rang 5 (2020) hatte für Meillard beim Saisonauftakt noch nie herausgeschaut – bis jetzt.
Im ersten Rennen des Ski-Winters 26/27 brach der 29-Jährige den «Fluch» endlich. Mit Rang 2 fuhr Meillard auf dem Rettenbachgletscher erstmals aufs Podest. «Es hilft, wenn man nicht überlegen muss, ob der Ski hält, oder ob man irgendwo Schmerzen hat», sagte der Techniker nach dem Rennen. Noch spezieller macht den Tag die Tatsache, dass es das erste Rennen als Vater war.
Fast schon Gewohnheit: Meillard vor Odermatt
Gleichzeitig wankt im Schweizer Team auch ein wenig die Vormachtstellung von Überfahrer Marco Odermatt im Riesenslalom. Das Rennen in Sölden war der 4. Weltcup-«Riesen» in Serie, in dem Meillard vor dem vierfachen Gesamtweltcupsieger klassiert war.
Trotzdem war auch Odermatt mit seinem Abschneiden auf mehr als 3000 m.ü.M. zufrieden. Nach seiner leichten Muskelverletzung in der Vorbereitung hatte sich der Nidwaldner «nicht in Top-Top-Form» gefühlt. Trotzdem reichte es ihm auch so aufs Podest. In seinem 200. Rennen im Weltcupzirkus war es die 103. Klassierung in den Top 3 – eine Quote von mehr als 50 Prozent ...!
Damit überflügelte der 29-Jährige Henrik Kristoffersen in dieser Statistik und ist bis auf Weiteres hinter den Legenden Ingemar Stenmark (155) und Marcel Hirscher (138) die alleinige Nummer 3. In einer anderen Sparte muss sich Odermatt hingegen noch gedulden: Weil er in Sölden Sieg Nummer 55 verpasste, schloss er noch nicht zu Vreni Schneider auf. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Odermatt dürfte in diesem Winter noch genügend Gelegenheiten bekommen, die Schweizer Spitze zu erklimmen.
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