Bub (9) fuhr Luxus-SUV durch Marseille – Vater hielt das Lenkrad

Darum gehts
- In Marseille hat die Polizei einen Audi Q7 gestoppt, der von einem neunjährigen Kind gelenkt wurde.
- Der Vater (53) hatte seinen Sohn auf der stark befahrenen Avenue du Prado ans Steuer gesetzt und wurde festgenommen.
- Dem Mann droht ein Bussgeld von bis zu 3000 Euro – plus eine weitere Strafe, weil ein zweites Kind ungesichert auf seinem Schoss sass.
In Marseille hat die französische Polizei am vergangenen Freitagabend ein Luxus-SUV gestoppt, in dem ein Mann mit seinem kleinen Sohn unterwegs war. Der schwarze Audi Q7 fuhr in gefährlichen Schlangenlinien über die Avenue du Prado und verfehlte dabei nur knapp mehrere parkierte Fahrzeuge.
Als sich eine Motorradpatrouille dem Geländewagen mit rumänischen Kennzeichen näherte, wurde klar: Am Steuer sass nicht der Vater, sondern das neun Jahre alte Kind.
Bub musste nach vorne rutschen, um Pedale zu erreichen
Der junge Fahrer war laut «France 3» nicht einmal angeschnallt. Das hatte einen Grund: Weil das Kind zu klein war, um die Pedale des Q7 zu erreichen, musste es auf dem Sitz weit nach vorne rutschen, um Gas und Bremse betätigen zu können.
Der Vater hielt seinerseits mit einer Hand das Lenkrad fest. Auf seinen Knien sass ein zweites Kind, wie «La Provence» berichtet. Der 53-jährige rumänische Staatsangehörige wurde umgehend festgenommen, während die Kinder in die Obhut ihrer Mutter übergeben wurden.
Für die Verkehrsdelikte muss er sich vor Gericht verantworten. Laut France 3 droht dem Vater allein dafür, dass er seinen Sohn ans Steuer gesetzt hat, ein Bussgeld von bis zu 3000 Euro. Zudem dürfte ihm eine weitere Strafe drohen, weil er das andere Kind ungesichert auf dem Schoss hatte.
«Wir haben Schlimmeres verhindert», sagte ein Polizist La Provence. Die Fahrweise des Buben hätte «einen schweren Zusammenstoss auf dieser stark befahrenen Strasse, dem Prado», auslösen können.
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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