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Friday, November 6, 2026

Nagel-Horror an Halloween entpuppt sich als Online-Challenge

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  • In Österreich und Deutschland sind an Halloween Metallteile in gesammelten Süssigkeiten entdeckt worden.
  • In Österreich gibt es bisher 21 Fälle, vier davon hat die Polizei bereits geklärt.
  • In allen vier geklärten Fällen haben wohl Kinder die Süssigkeiten selbst manipuliert.

In mehreren Teilen Deutschlands sowie in Österreich sind Metallobjekte in von Kindern zu Halloween gesammelten Süssigkeiten entdeckt worden. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete unter Berufung auf das Bundeskriminalamt des Landes, dass drei Bundesländer betroffen seien.

Insgesamt bis jetzt 21 Fälle in Österreich

In Linz etwa hätten Unbekannte Halloween-Süssigkeiten mit Nägeln präpariert, meldete APA weiter. Ein Vater habe in Schokoriegeln und Kaubonbons, die seine Kinder gesammelt hatten, Nägel gefunden, teilte die Polizei demnach mit.

Wie Heute.at berichtet, wurden bis am 5. November 21 Fälle im Zusammenhang mit mutmasslich manipulierten Süssigkeiten in Österreich gemeldet. Davon entfallen sieben Fälle auf die Steiermark, sechs auf Niederösterreich, vier auf Oberösterreich, drei auf Wien sowie ein Fall auf Salzburg.

Vier Fälle bereits geklärt

In Österreich wurde wegen der manipulierten Süssigkeiten in sämtlichen betroffenen Bundesländern die Ermittlungsgruppe «Treat» eingerichtet. Die Ermittlungen laufen im Bundeskriminalamt auf Hochtouren. Und zeigen auch bereits erste Erfolge, denn vier Fälle konnten geklärt werden. Je einer in Wien und in Oberösterreich, zwei in der Steiermark. Dabei zeigt sich, dass in allen vier Fällen wohl Kinder die Süssigkeiten selbst manipuliert haben.

Steckt eine Online-Challenge dahinter?

Dreimal ging es offenbar darum, die eigenen Eltern zu erschrecken. Im vierten Fall war laut Heute.at eine sogenannte Online-Challenge der Auslöser, mit dem Ziel, die Polizei bewusst in die Irre zu führen. Schon zu Beginn der Ermittlungen stand die Vermutung im Raum, dass das Internet eine wichtige Rolle spielen könnte, sowohl bei der Verbreitung solcher Inhalte als auch bei der Nachahmung. In den geklärten Fällen hat sich diese Annahme nun bestätigt.

Das österreichische Bundeskriminalamt warnt eindringlich davor, solche Aktionen als Spass abzutun oder die Online-Challenges nachzumachen. Wer Süssigkeiten manipuliert, andere bewusst in Angst versetzt oder damit Polizeieinsätze auslöst, muss je nach Fall mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Auch Metallteile in Süssigkeiten in Deutschland

In Deutschland waren von den Behörden seit der Halloween-Nacht zahlreiche Fälle bundesweit gemeldet worden, wobei gesammelte Süssigkeiten mit Nadeln, Nägeln, Schrauben und anderen Metallteilen manipuliert worden waren. Durch eine versteckte Nadel zog sich das Kind aus Neustadt-Glewe im Kreis Ludwigslust-Parchim leichte Verletzungen im Mundbereich zu, wie die Polizei mitteilte.

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.

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