«Wässere meinen Rasen weiterhin» – «Busse an Lohn koppeln»

- Wegen anhaltender Herbsttrockenheit greift die Schweiz zu Wasserverboten.
- Die Aargauer Gemeinde Mellingen verbietet das Autowaschen und Rasentränken mit Trinkwasser.
- In der 20-Minuten-Community haben viele Verständnis für das Verbot. Doch es gibt auch kritische Stimmen.
Auch im Herbst bleibt es trocken in der Schweiz. Gewisse Gemeinden führen darum Wasserverbote ein. In Mellingen AG darf zum Beispiel der Rasen nicht mehr gewässert oder das Auto nicht mehr gewaschen werden.
Wer sich nicht daran hält, kann mit Bussen bis zu 2000 Franken bestraft werden. Mehr dazu liest du hier im Originalartikel. In der Kommentarspalte wird intensiv diskutiert. Wir haben die Debatte für dich zusammengefasst.
«Busse soll an Lohn gekoppelt sein»
Viele Leserinnen und Leser begrüssen es, dass Wasser gespart wird, und haben Verständnis für die Bussen. «Die Busse ist immer noch zu niedrig. Wer Wasser verschwendet, soll richtig viel zahlen müssen», findet User Jsa_75. Ähnlich sieht es Caedus: «2000 Franken sind viel zu wenig. Es sollte ein Prozentsatz des Einkommens sein.»
User Luke_ sieht das etwas differenzierter: «Sparen ist richtig, nur nicht komplett verbieten. Bei Rasen und Pools ist es angemessen.»
«Unwichtig, ob Rasen grün ist»
User Annakarenina schreibt: «Vielen ist immer noch nicht bewusst, dass wir Sorge zum Wasser tragen sollten. Ob der Rasen nun saftig grün ist, ist nicht wichtig, oder ob das Auto jede Woche gewaschen wird. Der Rasen erholt sich wieder und ein dreckiges Auto fährt auch.»
Auch BuffyR findet: «Es gibt sehr viele, die denken gar nicht mal so weit, dass das Trinkwasser das Wertvollste ist, das die Menschheit hat.»
Community hat Lösungsvorschläge
Mehrere Leserinnen und Leser haben Ideen, um Wasser optimaler zu nutzen. «Die Gemeinde könnte Regenwassertanks fördern, um Trinkwasser zu sparen und die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten», schlägt nelsen1 vor.
User Breethebee findet: «Jeder sollte jetzt darüber nachdenken, wie der Regen oder Schnee aufgefangen werden kann, damit er dann bei der nächsten Trockenperiode zur Verfügung steht. Auffangbecken für Landwirte, Regenfässer für Private.»
«Wasche meine Autos jede Woche»
Doch es gibt auch Menschen, die kein Verständnis für das Vorgehen der Behörden haben. User Hansmithandundfuss schreibt: «Also bei mir ist alles gut durchwässert, das Auto sauber gewaschen und überhaupt verhalte ich mich so, wie ich es richtig finde. Es regnet ja bald. Was soll der Quatsch?»
Und ThomySenf78 erklärt: «Ich wasche meine beiden Autos jede Woche und mein Rasen wird auch regelmässig mit Sprinkleranlage bewässert. Neuer Rasen ist teurer als diese Busse!»
Gibt es in deiner Gemeinde Verbote für die Wassernutzung?
Ebenfalls wenig Verständnis hat User Trollnald_Dump: «Ich würde meinen Rasen je nachdem lieber heimlich mit Giesskanne aus der Badewanne wässern, bevor ich ihn eingehen lasse. Wüsste auch nicht, weshalb der weniger schützenswert ist als andere Pflanzen.»
User Don877 schreibt: «Solange Waschstrassen in Betrieb sind, sehe ich keinen Handlungsbedarf.» Darauf antwortet Mosley: «Du weisst schon, dass Waschstrassen 90 Prozent des Wassers recyceln?»
Anja Zingg (anz), arbeitet seit 2020 bei 20 Minuten. Sie ist seit Juni 2023 Leiterin des Ressorts Gesellschaft & Community.
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