Schritt für Schritt: So funktioniert die Zugsicherung bei uns

Darum gehts
- Verschiedene Systeme sollen verhindern, dass Züge kollidieren.
- So wird auf dem Normalspurnetz der SBB ständig geprüft, ob Gleisabschnitte frei sind, bevor der nächste Zug einfährt.
- Übersieht das Lokpersonal ein rotes Signal, kommen verschiedene automatische Bremssysteme zum Einsatz.
Zugkollisionen passieren nur sehr selten. Doch wenn sie geschehen, sind der Sachschaden und oft auch die Opferzahlen – wie jüngst in Spanien – enorm hoch. Damit angesichts immer höherer Geschwindigkeiten der Zugverkehr sicher betrieben werden kann, braucht es moderne, gut gewartete Sicherheitssysteme. Welche das auf dem Normalspurnetz der SBB sind und wie sie funktionieren, zeigen die Grafiken. Wie das Lokpersonal die Sicherheitssysteme einschätzt, liest du hier.
Was bei einem sogenannten Signalfall passiert, also wenn ein Zug auf den gesperrten Gleisabschnitt einzufahren droht, beschreiben die nächsten Grafiken. Weg A zeigt den Vorgang auf Abschnitten, an denen die Signale noch an der Strecke stehen, die also noch nicht für die Führerstandssignalisierung gerüstet sind.
Weg B beschreibt, was passiert, wenn auf einer Strecke mit Führerstandssignalisierung ein Zug in einen belegten Gleisabschnitt einzufahren droht. In der Schweiz ist die Führerstandssignalisierung über das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS Level 2 auf verschiedenen Streckenabschnitten auf den Nord-Süd- und Ost-West-Hauptachsen umgesetzt. So etwa auf allen Strecken für Hochgeschwindigkeitsverkehr bis 250 km/h, wie dem Gotthardbasistunnel oder der Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist.
Für beide Wege gilt schliesslich: Der Zug muss nicht am Ort des Signals, sondern vor dem Gefahrenpunkt zum Stillstand kommen.
Abonniere den Wissen-Push!
Abonniere in der 20-Minuten-App die Benachrichtigungen des Wissen-Kanals. Du wirst über bahnbrechende Erkenntnisse und Entdeckungen aus der Forschung, Erklärungen zu aktuellen Ereignissen und kuriose Nachrichten aus der weiten Welt der Wissenschaft informiert. Auch erhältst du Antworten auf Alltagsfragen und Tipps für ein besseres Leben.
So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Benachrichtigungen». Wähle hier die gewünschten Themen aus.
Jean-Claude Gerber (jcg) arbeitet seit 2005 für 20 Minuten. Er ist seit 2013 Leiter des Ressorts Wissen, History und Digital und seit 2020 Blattmacher.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
