Haftbefehl zurück auf der Bühne: «Er konnte kaum stehen»

Darum gehts
- Nur rund eine Stunde statt zwei: Haftbefehls Comeback-Show fiel deutlich kürzer aus als geplant.
- Der Rapper hatte im Juni mehrere Auftritte abgesagt und eine Auszeit für seine Gesundheit genommen.
- Klassiker wie «069» und «Chabos wissen, wer der Babo ist» sorgten für grosse Stimmung in der Halle.
Haftbefehl ist zurück auf der Bühne: In der Frankfurter Festhalle feierte der Rapper sein erstes Konzert nach mehrmonatiger Pause. Der Auftritt dauerte allerdings deutlich kürzer als angekündigt. Während viele Fans das Comeback feierten, gab es auch Kritik.
Dass Haftbefehl an diesem Abend tatsächlich auf der Bühne stehen würde, war keineswegs selbstverständlich. Im Juni hatte der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heisst, mehrere Auftritte abgesagt und öffentlich erklärt, emotional und körperlich nicht in der Verfassung zu sein, Konzerte zu spielen. Entsprechend gross war die Aufmerksamkeit, als er nun für seine erste grosse Hallenshow seit der Pause auf die Bühne zurückkehrte.
Schwarze Maske und zahlreiche Gäste
Wie unter anderem der «Mannheimer Morgen» berichtet, stand Haftbefehl in der Festhalle schliesslich rund eine Stunde auf der Bühne. Sein Gesicht verdeckte der Rapper auch bei seinem Comeback mit einer Maske, offenbar um Blicke auf seine durch extremen Kokainkonsum in Mitleidenschaft gezogene Nase zu verhindern. Auf der Bühne bekam er zudem immer wieder Unterstützung von anderen Musikern.
Ein Reporter der «Bild»-Zeitung, der beim Konzert vor Ort war, schildert, dass Haftbefehl bereits um 20.22 Uhr erstmals kurz auf die Bühne kam – wenige Minuten vor dem eigentlich angekündigten Beginn. «Frankfurt, seid ihr da?», rief er demnach ins Publikum. Später habe der Offenbacher auf der Bühne performt, gerappt und immer wieder die Nähe zu den Fans gesucht. Zwischendurch habe er sich allerdings auch mehrere kurze Pausen genommen und die Bühne zeitweise verlassen. Seine Frau Nina und Sohn Noa sollen das Comeback ebenfalls in der Halle verfolgt haben.
Besonders gefeiert wurden den Berichten zufolge Klassiker aus Haftbefehls Karriere. Auch die «Hessenschau» berichtet am Montagmorgen von grosser Stimmung bei Songs wie «069» und «Chabos wissen, wer der Babo ist». Gegen 21.30 Uhr war der Abend bereits beendet. Ursprünglich hatte die Festhalle Haftbefehls Auftritt von 20.30 bis 22.30 Uhr angekündigt.
Gemischte Reaktionen auf das Comeback
Entsprechend geteilt fallen die Reaktionen auf Social Media aus. Videoaufnahmen aus der Festhalle lassen erkennen, dass Haftbefehl stark von Playback unterstützt wurde. Besucher kritisieren zudem die kurze Dauer der Show und forderten vereinzelt sogar ihr Geld zurück. Auch über Haftbefehls gesundheitlichen Zustand wurde erneut diskutiert. Ein Kommentar lautet: «Er sah aus, als wollte er die Bühne verlassen und konnte kaum stehen.»
In den Kommentaren bekunden aber auch viele Respekt dafür, dass der Rapper überhaupt wieder auf der Bühne stand. Videos aus der Festhalle zeigen ein Publikum, das zahlreiche Passagen lautstark mitrappt.
Was denkst du über Haftbefehls Comeback-Show in Frankfurt?
Haftbefehl hatte in der 2025 erschienenen Netflix-Doku «Babo – Die Haftbefehl-Story» offen über seine jahrelange, schwere Kokainsucht, seinen Entzug und die massiven Folgen seines Drogenkonsums gesprochen. Im Juni zog sich der Rapper schliesslich vorerst von der Bühne zurück: Nach mehreren abgesagten Auftritten erklärte er, eine Auszeit zu nehmen und Zeit für seine Gesundheit zu benötigen. Für Haftbefehl soll es dennoch schon bald wieder weitergehen. Am 15. Oktober steht ein Konzert in Düsseldorf an, am 18. Oktober folgt Berlin.
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