Streit um Umbenennung: Trump kündigt Schließung des Kennedy Centers an
Stand: 16.09.2026 • 02:17 Uhr
US-Präsident Trump will seinen Namen am berühmten Kennedy Center anbringen. Nachdem ein Gericht dies erneut untersagte, kündigte er die sofortige Schließung an. Das begründete er unter anderem mit nötigen Renovierungsarbeiten.
Das renommierte Kennedy Center in Washington wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump umgehend geschlossen. Gründe dafür seien Sicherheitsbedenken und dringend nötige Renovierungsarbeiten an der Kultureinrichtung, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Die Arbeiten könnten jedoch erst stattfinden, wenn ein Berufungsgericht über die geplante Umbenennung entschieden habe. Das von Trump eingesetzte Gremium war zuvor vor Gericht damit gescheitert, Trump in den Namen der Einrichtung mit aufzunehmen und diesen auch an der Fassade zu ändern.
Richter stoppt erneute Anbringung von Trumps Namen
Im Mai erklärte ein Gericht die Umbenennung für rechtswidrig und untersagte zudem eine mutmaßlich wegen Renovierungsarbeiten geplante zweijährige Schließung. Allein der US-Kongress dürfe den Namen ändern. Daraufhin wurde der Schriftzug wieder entfernt. Das Kennedy Center legte Berufung ein.
Das mit Trump-Vertrauten besetzte Gremium kündigte daraufhin an, eine andere Würdigung an der Fassade anzubringen: "von Donald J. Trump renoviert und restauriert". Auch dem schob der Richter am Dienstag einen Riegel vor. Kurz darauf stimmte das Gremium für die Schließung.
Im Dezember 2025 war das Kennedy Center um Trumps Namen ergänzt worden. Trump entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums und übernahm den Vorsitz. Die Namensänderung löste Proteste aus. Künstler sagten Auftritte ab, Ticketverkäufe und Spenden brachen ein. Die Kultureinrichtung ist nach dem ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy benannt.
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