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Monday, October 26, 2026

Verhafteter von Tuggen soll Neonazi-Netzwerk angehören

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  • Nach einer Schlägerei in Tuggen SZ in der Nacht auf letzten Sonntag ist ein 27-jähriger Deutscher gestorben, ein 42-jähriger Schweizer sitzt in U-Haft.
  • Der Verdächtige ist laut «SonntagsBlick» seit Jahren Mitglied des Neonazi-Netzwerks Blood and Honour.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung, es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Tod eines 27-jährigen Deutschen nach einer Auseinandersetzung in Tuggen SZ wirft Fragen nach einem möglichen rechtsextremen Hintergrund auf. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, ist der festgenommene Tatverdächtige seit Jahren Mitglied des Neonazi-Netzwerks Blood and Honour, das in Deutschland verboten ist.

Das Schwyzer Zwangsmassnahmengericht ordnete Untersuchungshaft an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung. Der Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Hitlergrüsse bei der Afterparty

Die Auseinandersetzung ereignete sich in der Nacht auf letzten Sonntag nach einem Konzert im Ausgehlokal Bandits. Laut der Zeitung gehörte der Verdächtige zu einer Gruppe von Rechtsextremen, die an der Afterparty mit Hitlergrüssen und Rempeleien provoziert haben soll.

Bei einer anschliessenden Schlägerei sei das Opfer mutmasslich durch einen gezielten Faustschlag tödlich verletzt worden. Der 27-jährige Deutsche wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Spital geflogen, wo er später starb. Die genauen Umstände der Tat sind Gegenstand der Ermittlungen.

Konzert mit Bands aus der Oi-Szene

Am Abend des Vorfalls war die deutsche Punkband Krawallbrüder im Rahmen ihrer Albumtour in Tuggen aufgetreten. Auch die Bands Ernstfall und Rotz&Wasser standen auf dem Programm.

Nach Einschätzung vom «SonntagsBlick» sprechen zunehmend mehr Hinweise dafür, dass der Getötete das erste öffentlich bekannte Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Schweiz seit Jahrzehnten sein könnte.

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Konstantin Furrer

Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

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