Flugzeuge nach Bombendrohungen umgeleitet – Kampfjets steigen auf

- Eine Aer-Lingus-Maschine von Dublin nach Rom landete sicher in Évreux in der Normandie.
- Die tschechische Polizei stuft die Drohungen gegen vier Flüge nach Prag als wenig glaubwürdig ein.
- Französische und italienische Kampfjets begleiteten zwei Flüge nach Rom, darunter eine Finnair-Maschine.
Eine Maschine der Gesellschaft Aer Lingus ist nach einer Bombendrohung auf einem Militärflugplatz in der Normandie gelandet. Das Flugzeug war auf dem Weg von Dublin nach Rom, wie das Büro des französischen Premierministers Sébastien Lecornu mitteilte. Es landete demnach sicher in Évreux. Alle 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder seien wohlauf.
Experten des Militärs untersuchen derzeit das Flugzeug. Das Büro des Premierministers erklärte, man verfolge die Lage in Echtzeit. Weitere Informationen gebe es zunächst nicht. Flugverfolgungsdienste zeigten, dass sich die Maschine Paris näherte, als sie abrupt von ihrer Route abwich, mehrere Schleifen flog und schliesslich Kurs auf Évreux nahm. Alle 151 Passagiere und sechs Crewmitglieder wurden evakuiert.
Auch andere Airlines betroffen
Nicht nur Aer Lingus war am Donnerstagmorgen betroffen. Auch die tschechische Polizei hat bestätigt, dass sie Hinweise auf einen «improvisierten Sprengsatz» an Bord von vier Flugzeugen erhalten hat, die nach Prag unterwegs sind. «Wir bereiten uns auf ihre Landung vor. Wir stufen die Glaubwürdigkeit der Drohungen als gering ein», teilte sie mit.
Man nehme die Lage dennoch ernst: «Wir unterschätzen die Bedrohung nicht. Deshalb wurden alle notwendigen Sicherheitsmassnahmen aktiviert – mit möglichst geringen Auswirkungen auf Passagiere und Flughafenbetrieb.» Nach der Landung würden alle Flugzeuge von Sprengstoffexperten untersucht.
Kampfjets über Italien
Französische und italienische Kampfjets stiegen auf, um zwei Flüge nach Rom zu begleiten. Ein Finnair-Flug aus Helsinki landete wegen einer Bombendrohung am Flughafen Rom-Fiumicino – eskortiert von einem italienischen Militärflugzeug, während Bombenentschärfungsteams bereitstanden. Die Abflüge in Fiumicino wurden Berichten zufolge nach einer 30-minütigen Unterbrechung wieder aufgenommen.
In dieser Woche waren europaweit mehrere Bombendrohungen gegen Flugzeuge eingegangen. Nach Behördenangaben waren sie fingiert. Es folgten Durchsuchungen und Umleitungen. In einem Fall begleitete die italienische Luftwaffe eine Maschine bis zur Landung. Betroffen waren unter anderem Flugzeuge von LOT, Scandinavian Airlines, Wizz Air und Ryanair. Verletzt wurde niemand.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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