The Jerusalem PostBerlin woman attacked with broken glass bottle after wearing Star of David necklace, police sayCNN TürkAkın Gürlek duyurdu: 15 ilde "Ailem güvende" operasyonu! 162 şüpheli hakkında adli işlem uygulandıPunchJAMB will now handle all HND admissions in polytechnics — NBTEInquirerMaguindanao Sur officials turn over loose guns yielded by constituentsESPNTransfer rumors, news: Liverpool look at Inter's Stankovic한겨레MBC 신임 사장에 이성주 iMBC 이사 내정ColliderNetflix Officially Locks in Return for Its Spicy Crime Thrillerוואלהסוכנות הסחר הימי של בריטניה: הרשויות מפנות צוותים מספינה שהותקפה במצר הורמוזالنهارأبوظبي تتعاون مع "باير" في الزراعة والصحة والأمن الغذائيکیهان لندنگزارش میدانی؛ تلاش سرسختانه شهروندان در ایران برای معیشت و حفظ بقاThe Sydney Morning HeraldMan accused of possessing terrorist propaganda arrestedObservador DesportoMiriam Toews: duas irmãs à espera do fim
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, September 13, 2026

Fribourger Meisterheld schmiss die Lehre für seinen Traum hin

Translate
20 Minuten sprach mit Verteidiger Maximilian Streule (22).20 Minuten / Sarah Linder

Darum gehts

  • Fribourg-Gottéron geht als Titelverteidiger in die National-League-Saison 2026/2027 – für den Verein ist das ein Novum.
  • Verteidiger Maximilian Streule (22) war beim historischen Meistertitel am 30. April dabei und prägt das Team seit seiner Ankunft 2023.
  • Streule brach als 17-Jähriger seine Lehre ab, spielte zwei Jahre in Kanada und sagt: «Für mich gab es nur diesen Plan, keinen Plan B.»

Mitte September geht es wieder los – die neue National-League-Saison startet. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte startet Fribourg-Gottéron die Mission Titelverteidigung.

«Wir sind die Gejagten und müssen die Leistungen aus der vergangenen Saison nun bestätigen», sagt Streule hinsichtlich des bevorstehenden Ligastarts. Die Mannschaft habe sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht gross verändert. «Die Neuzugänge werden die Spieler, die uns verlassen haben, sehr gut ersetzen.»

Kurzer Rückblick: Am 30. April krönten sich die Drachen in Davos zum Schweizer Meister – in der Overtime der «Belle». Es war das Ende einer fast 90-jährigen Durststrecke. Beim geschichtsträchtigen Spiel mit dabei: Maximilian Streule. Der Verteidiger sprach mit 20 Minuten über die angepeilte Titelverteidigung, seine Zeit als Teenager in Kanada und warum er einst die Lehre abbrach.

Hockey-Abenteuer in Kanada anstatt Lehre

Streule machte seine Anfänge beim EHC Urdorf. Dort wurde sein Talent erkannt und er wechselte schnell zu den ZSC Lions. 2021 ging es mit 17 Jahren weiter nach Übersee. «Ich hatte schon als Bub das Ziel, im Ausland Eishockey zu spielen. Ob das nun Kanada oder Schweden ist, hat mich nicht wahnsinnig interessiert», so Streule.

Zwei Jahre lang spielte er für die kanadischen Junioren-Top-Teams Winnipeg Ice und Armada de Blainville-Boisbriand. Ein Entscheid, der sein Leben von einem Tag auf den anderen grundlegend veränderte.

«Zu diesem Zeitpunkt war ich am Ende meines zweiten Lehrjahres als Facility Manager. Mit dieser Entscheidung habe ich alles auf den Kopf gestellt. Ich habe die Lehre abgebrochen und bin rübergeflogen.»

Diese Chance habe er ergreifen wollen. «Ich habe es mit voller Überzeugung gemacht», auch weil seine Familie hinter ihm gestanden habe. «Für mich gab es nur diesen Plan, keinen Plan B», erzählt der Zürcher.

«Keine Ahnung, was ich sonst gemacht hätte»

Seine Eltern hätten ihn vordergründig immer unterstützt. «Sie haben gesagt: ‹Wenn du das wirklich willst, dann machst du es.› Mittlerweile kann ich aber sehr gut nachvollziehen, dass es im Hintergrund für sie doch sehr schwierig war. Als Eltern hast du Angst, wenn dein Kind keinen Plan B hat – besonders in diesem Alter.»

Auch bei Streule selbst seien manchmal Zweifel aufgekommen. «Ja klar, Zweifel gibt es immer im Leben. Als junger Spieler willst du immer performen und dein Bestes zeigen.» Wenn es einmal nicht so laufe, wie gewünscht, spiele man in Kanada schnell nicht mehr. «Dann hinterfragt man den Entscheid schon. Und wenn man dann auch noch Heimweh hat, ist der Gedanke an den nächsten Flieger nach Hause nahe.»

Maximilian Streule 2021 im Einsatz für die Winnipeg Ice.

Maximilian Streule 2021 im Einsatz für die Winnipeg Ice.Facebook/Winnipeg Ice Hockey Club

Was er gemacht hätte, wenn es nicht zum Profispieler gereicht hätte? «Das ist jetzt die Frage, ich habe keine Ahnung. Mit nur diesem einen Plan ist das schwierig zu beantworten. Wahrscheinlich wäre ich irgendwo als «Chrampfer» auf einer Baustelle gelandet, wo ich nicht so viel mit dem Kopf machen muss», sagt er und lacht.

Doch Streule habe sich gar keine Möglichkeit offengelassen, dass es je so weit kommen könnte. «So stur wie ich bin, habe ich so lange und so hart dafür gearbeitet, bis ich bekommen habe, was ich wollte. Die Chance, in Fribourg Profi zu werden, kam mit 19 Jahren relativ früh, diese habe ich dann gleich gepackt.»

«Liga ist extrem stark geworden»

Seit der Saison 2023/2024 spielt der Verteidiger wieder in der Schweiz für den HC Fribourg-Gottéron. Vom ersten Tag an habe er sich in Fribourg pudelwohl gefühlt. Das zeigte sich auch auf dem Eis. Schon in seiner ersten Profisaison absolvierte Streule 46 Spiele und ist nun nicht mehr aus dem Kader wegzudenken.

Seinen bisherigen Karrierehöhepunkt erlebte der 22-Jährige im vergangenen Frühling mit dem Meistertitel. «In Fribourg war es erfolgsmässig viele Jahre sehr ruhig. Wir wussten, dass wir eine starke Mannschaft und eine gute Chance haben, Meister zu werden.» Das will man nun zum zweiten Mal in Serie schaffen – der Titel soll verteidigt werden.

Die Meisterhelden wurden in Fribourg ausgiebig gefeiert.

Die Meisterhelden wurden in Fribourg ausgiebig gefeiert.Pascal Muller/freshfocus

Einen konkreten Meisterkonkurrenten will Streule nicht benennen. «Die Liga ist in den letzten Jahren extrem stark geworden, da werden sicher mehrere Teams im Kampf um den Titel mitmischen.» Mittlerweile hätte man so viele starke Spieler in der Schweiz, dass es fast zehn Teams sein werden, die ein Auge auf den Titel werfen würden, führt Streule aus.

Die erste Hürde auf dem langen Weg zur Titelverteidigung für Fribourg-Gottéron wartet am 15. September in Biel.

Kann Fribourg-Gottéron den Meistertitel verteidigen?

Nino Vinzens

Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.

Sarah Linder

Sarah Linder (lin) arbeitet seit 2025 für 20 Minuten als Social-Media-Managerin mit Fokus auf digitalem Storytelling.

View the original on 20 Minuten

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.