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Sunday, November 8, 2026

Strick-Fieber in Zürich: 2000 Begeisterte stehen Schlange

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  • Rund 2000 Häkel- und Strickfans besuchen die zweite Ausgabe des Knitfest am 7. und 8. November im Zürcher Eventlokal Stage One.
  • Am Morgen reicht die Warteschlange vom Eingang bis zum Bahnhof Oerlikon.
  • Die Gründerinnen Emelie Ottosson und Rebecca Nappo erklären den Boom mit der Sehnsucht junger Leute nach analogen Hobbys.

Am Samstag wurde Zürich zum Treffpunkt der internationalen Häkel- und Strick-Community: Die zweite Ausgabe des Knitfest, eines Festivals rund ums Stricken und Häkeln mit Workshops und Austauschmöglichkeiten, fand statt.

Rund 2000 Besucherinnen und Besucher kamen zu dieser Veranstaltung: «Die Schlange reichte am Morgen vom Eingang des Eventlokals Stage One bis zum Bahnhof Oerlikon», sagt eine der Gründerinnen, Emelie Ottosson. «Wir sind selbst etwas überrascht», ergänzt Rebecca Nappo, ihre Geschäftspartnerin.

Der Andrang war gross: Rund 2000 Besucherinnen und Besucher kamen an das Knitfest.

Der Andrang war gross: Rund 2000 Besucherinnen und Besucher kamen an das Knitfest.Knit Fest/Eduard Meltzer

«Junge sehnen sich nach analogen Hobbys»

Besonders auffällig: Am Event ist eine breite Altersgruppe vertreten. Von jung bis alt sei alles dabei. Das Durchschnittsalter würden die beiden Gründerinnen auf rund 35 Jahre schätzen. Auf die Frage, woher der jetzige Boom kommt, hat Nappo eine klare Antwort parat: «Besonders junge Leute sehnen sich danach, weg vom Digitalen zu kommen und sich mehr analogen Hobbys zu widmen.»

Ottosson ergänzt: «Wir beobachten auch, dass viele junge Menschen daran interessiert sind, zu wissen, woher ihre Kleidung kommt.» Wer seine Kleidungsstücke selbst herstelle, habe diese Gewissheit und könne zudem selbst entscheiden, welche Farbe, welches Material und welches Modell das fertige Stück haben soll.

Häkelst oder strickst du auch?

Ottosson und Nappo haben das Handwerk rund um Wolle und Garn bereits im Alter von sieben beziehungsweise fünf Jahren gelernt. Stricken und Häkeln seien für sie deshalb schon immer eine geschätzte Freizeitbeschäftigung gewesen. Auch heute arbeiten sie fast täglich mit den Materialien.

Häkel-Influencerinnen aus dem Ausland

Ein Tagesticket für das Knitfest kostet 39 Franken, der Eintritt für das gesamte Wochenende 69 Franken. Im Preis inbegriffen sind ein Goodie-Bag sowie der Zugang zu Podiumsdiskussionen und Meet & Greets. Der Zugang zu den Workshops sowie Wolle und Garn müssen zusätzlich erworben werden. Inhaltlich drehen sich die Veranstaltungen unter anderem um die Herkunft von Garn und die Auswirkungen des Handwerks auf die mentale und körperliche Gesundheit.

«Ein Teil unserer Teilnehmerinnen sowie eingeladenen Gäste kommt aus der Schweiz, viele aber auch aus dem Ausland», sagt Nappo. Zu den bekanntesten gehören wohl die deutschen Schwestern Julia und Lilly, die unter dem Namen «Lesfillesducoeur» bekannt sind.

Neben Influencerinnen und bekannten Persönlichkeiten aus der Handarbeits-Community soll das Treffen aber auch allen anderen Strick- und Häkelfans die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. «Schliesslich weiss man, dass man bereits etwas gemeinsam hat», so Ottosson.

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Josephine Schertenleib

Josephine Schertenleib (jos), Jahrgang 2001, arbeitet seit September 2024 für 20 Minuten und ist Teil des Regionen-Teams.

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