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Friday, November 6, 2026

Motte, EM-Titel und der Eklat: Das sind unvergessene CR7-Momente

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Hier verkündet Cristiano Ronaldo seine Entscheidung.Instagram

Darum gehts

  • Cristiano Ronaldo (41) tritt mit einem emotionalen Video aus Portugals Nationalmannschaft zurück.
  • In 234 Länderspielen erzielte er 146 Tore und wurde 2016 Europameister.
  • Ende September hatte er nach einem Eklat mit Trainer Jorge Jesus das Teamquartier in Kopenhagen verlassen.

Weltstar Cristiano Ronaldo hat seine Karriere im portugiesischen Nationalteam mit einem emotionalen Video beendet. Gut einen Monat nach dem Eklat um seine Abreise aus dem Camp der Nationalmannschaft gab der 41-jährige Stürmer seinen endgültigen Abschied bekannt.

«An die Menschen Portugals: Der Tag ist für mich gekommen, das Trikot unseres Nationalteams mit der Nummer 7 zurückzugeben», sagt Ronaldo untermalt von Musik zu Bildern seiner langen Laufbahn. «23 Jahre lang hatte ich das Privileg und die Verantwortung, es zu tragen, es zu verteidigen und es in die Stadien der ganzen Welt zu bringen.»

Cristiano Ronaldo verkündet am Donnerstag seinen Abschied aus Portugals Nationalteam.

Cristiano Ronaldo verkündet am Donnerstag seinen Abschied aus Portugals Nationalteam.Getty Images

Wir blicken zurück.

Viele Rekorde für Ronaldo

In 234 Länderspielen für Portugal erzielte er 146 Tore: Das sind nur zwei Rekordmarken in seiner mehr als 20-jährigen Nationalmannschaftskarriere. Damit endet die nächste Auswahl-Karriere eines Superstars, der den Weltfussball über zwei Jahrzehnte geprägt hat. Zuletzt hatte sein einstiger Erzrivale Lionel Messi den Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft gefeiert.

Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko war Ronaldos sechste. Auch das ist ein Rekord, den er sich mit Messi und dem Mexikaner Guillermo Ochoa teilt. Elfmal traf Ronaldo in 27 WM-Spielen, zum Gewinn des goldenen Pokals reichte es nie.

Der EM-Titel 2016 und die beiden Nations-League-Triumphe 2019 und 2025 waren seine grössten Erfolge mit der Nationalmannschaft. EM-Rekordmann ist er mit 30 Spielen und 14 Toren natürlich auch. Unglaublich!

Seine Anfänge im Nationalteam

Der Trainer beim ersten Länderspiel des damals 18-jährigen Ronaldo hiess noch Luiz Felipe Scolari. Der wechselte ihn beim 1:0 gegen Kasachstan in der Halbzeitpause für Portugals damaligen Superstar Luís Figo ein. Die EM 2004 im eigenen Land war Ronaldos erstes grosses Turnier und endete mit einer sensationellen Endspiel-Niederlage gegen den Aussenseiter Griechenland mit dem deutschen Trainer Otto Rehhagel.

Den Portugal-Höhepunkt gab es 2016

Zwölf Jahre später erlebte Ronaldo seinen Höhepunkt im Nationalteam. Portugal wurde durch ein 1:0 nach Verlängerung in Paris gegen Frankreich Europameister und holte seinen ersten grossen Titel. Dabei hatte das Team in der Gruppenphase kein Spiel gewonnen. Ronaldo musste im Endspiel bereits nach 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden.

CR7 als Trainer

Unvergessen sind die Momente nach dem Verletzungs-Aus, als der verletzte Ronaldo nach seinem frühen Aus seine Mannschaft quasi als zweiter Trainer vom Spielfeldrand mitcoachte. Dazu passend seine Worte: «Während meiner gesamten Karriere in der Nationalmannschaft habe ich versucht, meine Grenzen zu überwinden. Ich wollte gewinnen, ich wollte der Beste sein, ich wollte Geschichte schreiben.»

Cristiano Ronaldos Motte

Noch vor dem Anpfiff des EM-Finals 2016 gehörte das Stade de France den Motten. Tausende Tiere belagerten Kameras, Eckfahnen und Torlatten. Eine setzte sich auf Cristiano Ronaldos Stirn, als er verletzt weinend auf dem Rasen sass. Wenige Stunden später hatte sie eigene Social-Media-Accounts und zehntausende Follower.

Kritik bei WM 2022

Bei der WM 2022 schien die Zeit Ronaldos in der Seleção das Quinas dann beendet zu sein. Nach schwachen Leistungen in der Gruppenphase und einer Niederlage gegen Südkorea wurde der Star aus der Startelf genommen. Sowohl beim 6:1 im Achtelfinal gegen die Schweiz, bei dem der für Ronaldo spielende Gonçalo Ramos drei Tore erzielte, als auch beim 0:1 gegen Marokko im Viertelfinal wurde er nur eingewechselt.

Ronaldo kämpfte sich zurück

Doch Ronaldo gab nicht auf, kam in der Qualifikation zur EM 2024 zu seinem 197. Länderspieleinsatz und stellte damit einen Rekord auf. Zudem erzielte er in neun Qualifikationsspielen zehn Tore und wurde trotz seines Wechsels nach Saudi-Arabien zu Al-Nassr wieder zur festen Grösse in der Mannschaft.

Zuletzt gab es den grossen Eklat

Überschattet wird die lange Ära seit seinem Debüt für Portugal am 20. August 2003 von ihrem unrühmlichen Ende: Weil Ronaldo beim Nations-League-Spiel in Norwegen nicht zum Einsatz kam und auch vier Tage später gegen Dänemark nur auf der Bank sitzen sollte, verliess er Ende September über Nacht das Teamquartier in Kopenhagen. Ein Eklat zwischen ihm und dem neuen Trainer Jorge Jesus, der sich nicht mehr reparieren liess.

Nils Hänggi

Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.

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