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Tuesday, October 13, 2026

Burnham: Moskau mischte bei Brexit-Votum mit

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Briten-Premier warnt Berlin und Paris:Burnham: Moskau mischte bei Brexit-Votum mit

Spekulationen darüber gab es seit langem - nun bestätigt der britische Premier: Beim Brexit-Votum hatte Moskau die Finger im Spiel. Burnham warnte Deutschland und Frankreich.

Der britische Premier Burnham hat eine russische Einmischung beim Brexit-Referendum bestätigt, ohne Details zu nennen. Einfluss durch Desinformation hält er auch in Deutschland für möglich.

12.10.2026 | 0:24 min

Der britische Premierminister Andy Burnham hat als erster Regierungschef seines Landes eine Einmischung Russlands beim Brexit-Referendum vor zehn Jahren bestätigt. Er habe in der Regierungszentrale 10 Downing Street nachgefragt und die klare Antwort erhalten: "Ja, das gab es", sagte Burnham laut Vorabauszügen aus dem Podcast "The Rest Is Politics".

Wie genau die russische Einmischung diesen Erkenntnissen zufolge aussah, sagte Burnham nicht. Spekulationen darüber hatte es schon seit langem gegeben.

Burnham warnt Deutschland und Frankreich

Bei seinem Besuch in Berlin vergangene Woche habe er mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch über das Thema gesprochen, so der Labour-Politiker weiter. Auch in Deutschland gebe es sicherlich russische Desinformation, mit der Einfluss auf die Politik genommen werde, fügte er hinzu.

Deutsche Ermittlungsbehörden haben vor den Landtagswahlen im September russische Desinformationskampagnen beobachtet. Betroffen seien alle Parteien außer AfD und BSW.

05.08.2026 | 2:03 min

"Es ist jetzt wichtig, diese Dinge klar und deutlich festzuhalten. Ich glaube, dass dies den Wählerinnen und Wählern in Deutschland und Frankreich dabei hilft zu verstehen, dass einige dieser politischen Entwicklungen von unseren Gegnern, insbesondere Russland, gezielt angestoßen werden", so Burnham weiter.

Premierminister sieht Brexit als "katastrophalen Fehler"

Großbritannien stimmte bei dem Referendum vor zehn Jahren mit einer knappen Mehrheit für den EU-Austritt. Es folgte eine lange Phase des politischen Chaos. Der Austritt wurde schließlich Anfang 2020 vollzogen. Burnham bezeichnete den Brexit kürzlich als "katastrophalen Fehler" und schloss selbst einen Wiedereintritt nicht aus.

Zehn Jahre nach der Abstimmung

:Wie Großbritannien mit dem Brexit lebt - und leidet

Es war eine denkbar knappe Mehrheit. Doch am 23. Juni 2016 entschieden sich die Briten dafür, die EU zu verlassen. Nach einem harten Kampf, der das Vereinigte Königreich spaltete.

Sonja Dawson, London

mit Video1:39

EU-Flaggen wehen auf einer Brexit-Demo in London. Im Hintergrund sieht man den "Big Ben".

Quelle: dpa

Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress am 12.10.2026 ab 07:30 Uhr.

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