Daily MaverickTHE GATHERING 2026: Transforming The Wilds from a no-gone zone to a top rated parkESPN DeportesQuiñones anota para llegar a tres goles en Arabia; más actividad de mexicanosInquirerRidon, Diokno to present evidence on alleged Duterte unexplained wealthESPNGranddad, McConaughey and Arch Manning's dealings with fameRTP DesportoMundial2030. Mourinho gostava de final em Lisboa mas diz que deve ser em MadridThe Jerusalem PostNorway's Princess Astrid dies, aged 94, two days after king's funeralХабрКод как борьба. Кратчайшая история IT. 4. Кен Томпсон и Деннис РитчиScreen Rant8 Best New Witchy Books To Read After Seeing Practical Magic 2וואלהגבר בן 62 נפל מגובה במועצה אזורית באר טוביה - מצבו קשהRolling StoneVolunteers at the Gates of HellDeadlineUTA Signs ‘For All Mankind’s Toby KebbellAnime News NetworkVictoria of Many Faces Season 1 Anime Series Review
The Daily Newsstand · Free, Always
Friday, September 11, 2026

An 9/11 zerstört: So wurden die Twin Towers zum Wahrzeichen

Translate
  • Oft wird über die Zeit nach 9/11 gesprochen. Doch es gab auch ein Davor.
  • Die Idee für das World Trade Center entstand aus dem Gedanken «Weltfrieden durch Handel».
  • Die 1973 eröffneten Zwillingstürme waren mit bis zu 417 Metern zeitweise die höchsten Wolkenkratzer der Welt.
  • Bereits 1993 wurden die Türme Ziel eines islamistischen Terroranschlags.

«Die Welt von morgen» – so lautete das Motto der New Yorker Weltausstellung 1939/1940. Während dieser kam erstmals die Idee eines World Trade Centers auf, einem Ort, an dem internationaler Handel Frieden und Zusammenarbeit fördern soll. Die Messe endete, doch die Idee von «Weltfrieden durch Handel» nicht. Sie bescherte der Welt die 1973 eröffneten ikonischen Zwillingstürme des World Trade Center (WTC).

Bei der Weltausstellung von New York wurde der Blick Richtung Zukunft gerichtet. (Im Bild: Plakat aus dem Jahr 1938)

Bei der Weltausstellung von New York wurde der Blick Richtung Zukunft gerichtet. (Im Bild: Plakat aus dem Jahr 1938)Wikimedia Commons/PD

«Keine kleinen Pläne, die bringen das Blut nicht in Wallung»

Die «Twin Towers» waren nicht von Beginn an das Ziel. Der ursprüngliche Vorschlag sah lediglich einen 70-stöckigen Büroturm und mehrere kleinere Gebäude in Downtown Manhattan vor. Doch davon verabschiedete man sich bald. Unter anderem, weil man das 1931 fertiggestellte Empire State Building (381 Meter), das zu dem Zeitpunkt höchste Gebäude der Welt, in den Schatten stellen wollte.

Mehr zu diesem Thema

«Mach bloss keine kleinen Pläne, die bringen das Blut nicht in Wallung», lautete der Auftrag der Hafenbehörde an den Architekten Minoru Yamasaki. Und der Japano-Amerikaner lieferte.

Minoru Yamasaki und sein Modell des World Trade Centers 1976.

Minoru Yamasaki und sein Modell des World Trade Centers 1976.Library of Congress/Korab Collection/PD

Modell Nummer 40 bekam den Zuschlag

Der Architekt arbeitete verschiedene Pläne aus. Das Rennen machte schliesslich Modell Nummer 40: ein Komplex aus mehreren Gebäuden, die eine rund 1,25 Hektar grosse, unbebaute Plaza umschliessen. Im Zentrum standen die Zwillingstürme, die mit 110 Stockwerken (417 und 415 Meter) die höchsten Wolkenkratzer der Welt sein würden. Die Baukosten wurden auf rund 280 Millionen Dollar geschätzt. Viel zu tief: Am Ende sollte das Vorhaben 525 Millionen Dollar kosten. Das Areal war schlussendlich so gross, dass es eine eigene Postleitzahl bekam.

Yamasakis Höhenangst prägte den Entwurf

Modell Nummer 40 war anders als andere Gebäude in New York: Yamasakis gemeinsam mit Statikern entwickelter Plan sah zwei Hohlröhren vor, die von 472 eng beieinander liegenden, mit Aluminium ummantelten Stahlträgern getragen wurden. Fachwerkträger verbanden dieses äussere Stahlgitter mit dem zentralen Stahlkern des Gebäudes. Dadurch war die Gebäudehülle so stabil, dass keine inneren Stützen benötigt wurden. Dies ermöglichte komplett säulenfreie Büroflächen, sodass die Mieter ihre Räume komplett frei gestalten konnten. Dass die Türme mit nur rund 45 Zentimeter breiten Fenstern ausgestattet waren, war Yamasakis Höhenangst geschuldet. Auf diese Weise wollte er den Mieterinnen und Mietern ein Gefühl der Sicherheit vermitteln.

Weitere technische Innovationen waren die Kombination von Express- und Lokalliften und die sogenannten Skylobbys: Etagen, die hauptsächlich zum Wechseln des Lifts dienten.

13 Häuserblöcke mussten für den WTC-Komplex weichen

Um Platz für das World Trade Center zu schaffen, mussten zunächst die Hochhäuser über dem unterirdischen Hudson Terminal und etwa 164 weitere Gebäude abgerissen werden. Das war das Ende des Geschäftsviertels «Radio Row», das seit den 1920er-Jahren das Zentrum der Elektronikindustrie in New York war. Die Proteste der Geschäftsleute sowie Bewohnenden und ihre Versuche, gegen die Zwangsumsiedlungen vorzugehen, brachten nichts. Im Jahr 1963 stimmte das Gericht den Enteignungen zu. Die Begründung: Der Bau des WTC erfülle einen öffentlichen Zweck. Drei Jahre später begann der Abriss der 13 Häuserblöcke.

Dieses Quartier gibt es nicht mehr. Es musste für das World Trade Center weichen. (Im Bild: Blick auf eine Strasse der «Radio Row», 1936)

Dieses Quartier gibt es nicht mehr. Es musste für das World Trade Center weichen. (Im Bild: Blick auf eine Strasse der «Radio Row», 1936)Wikimedia Commons/Berenice Abbott/PD

Fünf Jahre Bauzeit und beide Türme stehen

Am 5. August 1966 wurde der Grundstein für das WTC gelegt. Die Bauarbeiten zum Nordturm (WTC1) begannen im August 1968. Im Jahr darauf starteten die Arbeiten zum Südturm (WTC2). Die Gebäude wuchsen schnell. Auch weil die zu Hochzeiten rund 7000 Arbeiter vorgefertigte Bauteile und Module nutzten, die wie ein Baukastensystem zusammengefügt wurden, was eine enorm schnelle Bauzeit von rund einem Stockwerk pro Woche ermöglichte. Für die damalige Zeit war das bahnbrechend.

Hast du das World Trade Center vor 9/11 besucht?

Die Bauteile wurden per Boot vom Lager in New Jersey zur Baustelle transportiert. Die Bauarbeiten gingen speditiv voran: Während die Türme oben noch weiter wuchsen, wurde in den unteren Etagen bereits die Aluminium-Verkleidung angebracht. Wo die Fenster schon installiert waren, begann der Innenausbau. Der Nordturm wurde im Dezember 1970 fertiggestellt, gefolgt vom Südturm im Juli 1971. Eröffnung feierten die Zwillingstürme am 4. April 1973.

Die Zwillingstürme im Bau: Während oben noch Etagen hinzugefügt wurden, wurde unten schon an der Fassade gearbeitet.

Die Zwillingstürme im Bau: Während oben noch Etagen hinzugefügt wurden, wurde unten schon an der Fassade gearbeitet.imago images/ZUMA Wire

Die Startschwierigkeiten sind schnell vergessen

Die Eigentümer hatten zunächst Schwierigkeiten, die riesigen Büroflächen zu vermieten: Ölkrise und Rezession hatten die Nachfrage nach Büroflächen drastisch einbrechen lassen. Um den anfänglichen Leerstand abzufangen, liess der damalige Gouverneur Nelson Rockefeller 25’000 Staatsbeamte in die neuen Gebäude umziehen. Später füllten sich die Türme auch ohne Unterstützung. Bis zu 50’000 Menschen arbeiteten in ihnen. Etwa 430 Firmen hatten hier ihren Sitz. Hinzu kamen täglich rund Zehntausende Besuchende (siehe Box).

Bei Touristen und Abenteurern sehr beliebt

Die Türme waren nicht nur von aussen sehenswert. Auch die Aussichtsplattformen im Südturm zogen Besucherinnen und Besucher an. Die innenliegende befand sich im 107. Stockwerk. Die Aussenplattform befand sich auf dem Dach. Mit 420 Metern über Strassenniveau war sie bei ihrer Eröffnung im Dezember 1975 die höchste der Welt. Laut Website des 9/11 Memorial and Museums hatten bis zum Abend des 10. September 2011 mehr als 46,3 Millionen Menschen die Plattformen besucht. Die Nu-Metal-Band Limp Bizkit drehte hier Teile ihres «Rollin’»-Musikvideos:

Auch andere Künstler wurden von den Türmen angezogen:

Der Nordturm zog ab 1976 mit dem Restaurant «Windows on the World» Gäste an. Es befand sich in den Etagen 106 und 107 und bot seinen Gästen einen atemberaubenden Ausblick und zählte zu den besten Restaurants der Stadt. Es war bis zum Moment der Terroranschläge am 11. September 2001 geöffnet.

Mehr zu diesem Thema

Terroranschlag schon vor 2001

Schon Jahre vor 9/11 versuchten islamistische Terroristen, «einen Turm zum Einsturz bringen, sodass die Trümmer den zweiten mitreissen sollten», schreibt das FBI. Am 26. Februar 1993 fuhr gegen Mittag ein mit Sprengstoff voll beladener Lieferwagen in die Tiefgarage des Nordturms. Kurze Zeit später detonierten rund 700 Kilogramm Sprengstoff. Die Explosion riss einen fast 30 Meter tiefen Krater in die Betonkonstruktion des sechsstöckigen Parkings. Sechs Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Garage befanden, starben, etwa 1000 wurden teilweise schwer verletzt. Rund 50’000 Personen wurden evakuiert. Die Schäden beliefen sich auf mehr als 500 Millionen Dollar.

Als Konsequenz wurden daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen am World Trade Center verschärft, aber auch an Flughäfen, bei der Einreise in die USA und an öffentlichen Gebäuden. Einige Anschläge – etwa auf die Röhren des Holland-Tunnels, wodurch Lower Manhattan überflutet worden wäre – konnten so verhindert werden, andere nicht. Das hat der 11. September 2001 deutlich gezeigt. An diesem Tag brachten islamistische Terroristen die Zwillingstürme des World Trade Centers zum Einsturz und beschädigten das Pentagon. 2977 Menschen starben.

Mehr zu diesem Thema

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Abonniere den Wissen-Push!

Abonniere in der 20-Minuten-App die Benachrichtigungen des Wissen-Kanals. Du wirst über bahnbrechende Erkenntnisse und Entdeckungen aus der Forschung, Erklärungen zu aktuellen Ereignissen und kuriose Nachrichten aus der weiten Welt der Wissenschaft informiert. Auch erhältst du Antworten auf Alltagsfragen und Tipps für ein besseres Leben.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Benachrichtigungen». Wähle hier die gewünschten Themen aus.

Fee Anabelle Riebeling

Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.

View the original on 20 Minuten

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.