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Thursday, September 17, 2026

Marktbericht: Anleger nehmen US-Zinserhöhung gelassen auf

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Händler an der Frankfurter Börse.

Marktbericht

DAX dürfte zulegen Anleger nehmen US-Zinserhöhung gelassen auf

Stand: 17.09.2026 • 07:36 Uhr

Der DAX dürfte heute trotz der Zinserhöhung in den USA zum Handelsstart zulegen. Die Anleger sehen die Unabhängigkeit der US-Notenbank bestätigt. Auch das Mehr an Klarheit über den künftigen Zinskurs kommt an.

Der DAX reagiert freundlich auf die Zinserhöhung in den USA. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex vor dem Xetra-Handelsstart 0,6 Prozent höher auf 25.695 Punkte. Der DAX hatte gestern vor dem US-Zinsentscheid 0,5 Prozent auf 25.537,75 Punkte zugelegt. Positive Impulse kamen vom Energiemarkt, dort gaben die Ölpreise leicht nach.

Fed hält weitere Zinsschritte für möglich

Heute werden die Anleger den Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve zu verarbeiten haben. Die Fed hat gestern zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren die Zinsen um 0,25 Prozent erhöht. Der neue Leitzins liegt nun in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. "Die Inflation ist schlicht zu hoch und das schon zu lange", betonte Fed-Chef Kevin Warsh. Die Entscheidung werde eine schnellere Rückkehr zum Zwei-Prozent-Inflationsziel der Fed unterstützen.

Mit dieser Entscheidung hatten die Anleger gerechnet. Die Frage war aber, wie die Fed die weitere Geldpolitik gestalten wird. Darauf bekamen die Investoren eine Antwort: Die Notenbanker ließen durchblicken, dass bis Ende 2026 noch ein weiterer Erhöhungsschritt hinzukommen könne, bevor die Fed im kommenden Jahr wieder zurückhalternder agiere.

Fed verteidigt Glaubwürdigkeit

"Die Fed reagiert mit ihrer Zinserhöhung auf den anhaltenden Preisauftrieb. Da der Preisauftrieb nicht nur an Energie und dem Nahostkonflikt liegt, ist das ein wichtiger Schritt, mit dem sie ihre Glaubwürdigkeit verteidigt“, kommentiert Michael Heise, Marktexperte bei HQ Trust. Eine weitere Erhöhung im Oktober oder spätestens Dezember sei wahrscheinlich. "Ein längerer Straffungszyklus ist bei einer Normalisierung der Lage an den Energiemärkten aber nicht zu erwarten", so Heise

US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt eine Zinssenkung gefordert. Als Reaktion auf den Beschluss der Währungshüter erklärte er, dass die Zinssätze in den USA bei einem Prozent oder darunter liegen sollten. Die Zinsen müssten rasch gesenkt werden, findet Trump. Diese Forderung widerspricht allerdings der gängigen Lehre, wonach in Zeiten erhöhter Inflation eher eine straffere Geldpolitik angezeigt ist.

Wall Street reagiert mit Kursverlusten

An den US-Börsen reagieren die Anleger verschnupft. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent tiefer auf 51.462 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent auf 7.552 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq behauptete sich nahezu unverändert bei 25.978 Punkten. Vor der Zinsentscheidung hatten die Indizes im Plus gelegen.

"Tatsache ist, dass die Fed im Kampf gegen die Inflation geeint zu sein scheint", sagte Ryan Detrick, Chef-Marktstratege der Carson Group. Die gute Nachricht sei, dass die Notenbank nicht davon ausgehe, dass mehrere Zinserhöhungen in den kommenden Monaten der soliden Gesamtwirtschaft viel anhaben würden.

Die US-Terminmärkte signalisieren zur Stunde aber, dass die Anleger ihre negative Einschätzung gerade verändern. Die Futures deuten auf einen freundlichen Handelsstart in den USA hin.

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