Diana glaubte, Charles sei in seinen Kammerdiener verliebt

- Charles Spencer behauptet in seinen Memoiren «Swan Song: Diana, My Sister», Prinzessin Diana habe geglaubt, König Charles sei in seinen Kammerdiener verliebt.
- Der frühere Prinz und Diana waren seit 1996 geschieden.
Der erste Auszug aus Charles Spencers Memoiren über seine verstorbene Schwester Prinzessin Diana schlägt in Grossbritannien hohe Wellen. In seinem Buch «Swan Song: Diana, My Sister» behauptet der 62-jährige Earl Spencer, Diana habe geglaubt, König Charles sei in seinen Kammerdiener verliebt.
Der Bruder der verstorbenen Prinzessin schildert ein Mittagessen, das er mit Diana in ihrem Londoner Lieblingsrestaurant San Lorenzo gehabt habe. Spencer schreibt: «Sie blickte auf den Tisch und sagte: ‹Carlos, ich werde mich scheiden lassen.› Ich schwieg einen Moment. Ich hatte zwar gewusst, dass es schlecht um die Ehe stand, aber nicht, dass es so schlimm war.»
«Sie könnten dir die Schuld daran geben»
Daraufhin soll Earl Spencer seiner Schwester gesagt haben: «Nun, du hast natürlich meine volle Unterstützung. Ich weiss, dass du dir das gut überlegt hast. Aber meine grösste Sorge gilt der Öffentlichkeit. Ich fürchte, sie werden es dir nicht verzeihen. Sie haben an ein Märchen geglaubt, und ich vermute, sie könnten dir – zu Unrecht – die Schuld daran geben, dass du ihre Fantasie zerstört hast.»
Diana habe ihn angesehen und genickt. Dann habe sie leise gesagt: «Aber Carlos, mein Mann ist in seinen Kammerdiener verliebt.» Spencer sei in diesem Moment baff gewesen. In seinem Buch schreibt er, wie er zu Diana gesagt habe: «Nun, ich schätze, in diesem Fall hast du wirklich keine Wahl.» Sie habe den Namen des Angestellten nie verraten, so Charles Spencer. «Und ich fragte sie nie, wer es war oder warum sie so etwas Unwahrscheinliches glaubte.»
«Offensichtlich absolut ausser sich vor Wut»
Bereits am Mittwoch hatte ein Kapitel des Buches für Aufsehen gesorgt. Darin behauptet Earl Spencer, König Charles habe während eines Streits um Dianas Trauerfeier gesagt: «Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.»
Der Buckingham-Palast erklärte, König Charles sei sich bewusst, dass der Schmerz um ein verstorbenes Geschwister die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und auch viele Jahre später Erinnerungen färben könne.
Die aussergewöhnliche Erklärung des Palastes, mit der Earl Spencers Behauptungen zurückgewiesen werden, offenbart laut Expertinnen und Experten zudem das Ausmass des Zorns des Königs.
Der ehemalige BBC-Königshauskorrespondent Peter Hunt sagte laut der «Daily Mail», Charles sei «offensichtlich absolut ausser sich vor Wut». Auch der Königshaus-Experte Richard Fitzwilliams meinte dem Bericht zufolge: «Es steht ausser Frage, dass der König – und das zu Recht – absolut wütend ist.»
Charles Spencers Buch erscheint am 22. September.
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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