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Wednesday, October 7, 2026

RTL-Chef gibt Versagen bei Raab-Comeback zu

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«Uralter Fehler beim Fernsehen»

RTL-Chef gibt Versagen bei Raab-Comeback zu

RTL-Chef Stephan Schmitter zieht selbstkritisch Bilanz über das Comeback von Stefan Raab auf seinem Sender und gibt einen «uralten Fehler beim Fernsehmachen» zu.

Publiziert: 06.10.2026 um 19:29 Uhr

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Jean-Claude GalliRedaktor People

Vor zwei Jahren kommt es im September 2024 zum grossen TV-Comeback von Stefan Raab (59). In einem spektakulären Boxkampf unterliegt der gelernte Metzger und frühere Quoten-Garant gegen seine Dauergegnerin und frühere Weltmeisterin Regina Halmich (49) in Düsseldorf klar nach Punkten.

Acht Millionen verfolgen den Kampf live auf RTL. Die Verantwortlichen jubilieren und sprechen von einem «der erfolgreichsten TV-Events der letzten zehn Jahre». Doch was dann folgt, ist kein Ruhmesblatt – weder für den deutschen Privatsender noch für Raab.

RTL-Chef streut sich Asche aufs Haupt

In einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung «Der Standard» streut sich RTL-CEO Stephan Schmitter (52) nun Asche aufs Haupt und sagt, es sei ein «uralter Fehler beim Fernsehmachen» begangen worden.

«Im Anschluss an den Boxkampf sind wir sofort reingegangen in eine 90-minütige Live-Show jeden Mittwochabend, die auch noch zweigeteilt war. Doch hybride Sendungen haben noch nie funktioniert. Wir haben es trotzdem gemacht und wollten so ein bisschen mit dem Kopf durch die Wand.»

Gemeint ist das Format «Du gewinnst hier nicht die Million», ein mit lautem Tamtam angekündigter «Quiz/Late-Night-Mix». Die Reihe wird im Juni 2025 nach rund 30 Folgen und deutlich weniger als einem Jahr wegen schlechter Einschaltquoten eingestellt.

Das Hybrid-Konstrukt ist nicht der einzige Flop seit Raabs Comeback. Weitere Versuche wie «Die Stefan Raab Show» schlagen ebenfalls nicht wirklich durch. «Wir haben zu viel ausprobiert, die Erwartungshaltung hochgedreht und dann haben sich natürlich alle drauf gestürzt. Dann kriegst du halt links und rechts ein paar Watschen», so Schmitter nüchtern.

Doch der Sender habe seine Lehren gezogen. «Das Publikum kennt Raab nicht zuletzt von halsbrecherischen Events. Sie wollen ihn im Wok den Eiskanal runterrasen sehen. Deshalb hat auch die ‹Jetski Star WM› im August 2026 funktioniert.»

Die im März 2026 gemeinsam mit Barbara Schöneberger (52) erstmals von Raab moderierte Show «Wer weiss wie wann was war?» zählt laut Schmitter ebenfalls zu den Glanzpunkten, auch weil sie kürzlich mit dem Deutschen Fernsehpreis als «beste Unterhaltungssendung» ausgezeichnet wird.

Wie frisch ist Raab noch?

«Du siehst, was geht, wenn du dich auf das besinnst, was man von ihm erwartet. Wenn du die Leute aber in andere Situationen bringst, nach dem Motto ‹Wir brauchen neue Sachen›, dann scheiterst du. Da haben wir jetzt viel gelernt.»

Die Schwierigkeiten könnten allerdings auch daher rühren, dass das Gesamtprodukt «Stefan Raab» mittlerweile etwas abgegriffen ist und gerade das jüngere TV-Publikum längst andere Ansprüche hat. Dies wird immer noch grosszügig ausgeklammert.

Derweil läuft der «Exklusivertrag» zwischen Raab und RTL mit einem zugesicherten Produktionsvolumen von rund 90 Millionen Euro bis Herbst 2029 gnadenlos weiter.

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