Ermittler sehen keine Hinweise auf Anschlag bei Zugunglück
Stand: 13.09.2026 • 04:44 Uhr
Bei der Entgleisung eines Zuges in der Normandie werden mehr als 40 Menschen verletzt. Hinweise auf einen Anschlag gibt es jedoch laut Staatsanwalt nicht - damit widerspricht er der Darstellung einiger Politiker.
Nach dem Entgleisen eines Zuges in Frankreich gehen die Ermittler nach derzeitigen Erkenntnissen nicht von einem Anschlag aus. Es gebe "keine Anhaltspunkte für eine böswillige Handlung", teilte der Staatsanwalt von Rouen, Sébastien Gallois, mit. Er schloss auch einen Anschlag aus.
Der Bürgermeister von Nizza, Eric Ciotti, hatte zuvor etwa erklärt, der Vorfall sei "das Ergebnis eines Anschlags". Auch der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, betonte, es sei von einem "kriminellen Akt" auszugehen, und nahm dabei auch Bezug auf ein Schienenstück, das auf der Strecke gefunden wurde. Das sei nicht "einfach so auf die Gleise gelangt", so Morin.
Den Darstellungen widersprach Staatsanwalt Gallois nun. Weitere Befragungen sollen klären, wie das Schienenteil, das die Entgleisung mutmaßlich auslöste, auf die Strecke gelangen konnte.
Entwarnung nach kritischem Zustand
Der Regionalzug mit rund 180 Menschen an Bord war am Freitagabend mit einem Gegenstand kollidiert. Fünf Waggons sprangen daraufhin aus den Schienen, einer von ihnen kippte um. Das Verkehrsmittel war auf der Strecke zwischen Rouen und Caen unterwegs.
Unter den 44 Verletzten befand sich eine 18-Jährige, deren Zustand die Behörden zunächst als "kritisch" bezeichneten. Staatsanwalt Gallois gab mittlerweile Entwarnung: Das Leben der Frau sei nicht mehr in Gefahr.
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