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Sunday, November 1, 2026

Ukrainer steigt ab: Box-Superstar Usyk bestätigt spektakulären Comeback-Plan

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Im Sommer legte Schwergewichts-König Oleksandr Usyk seine Krone als Meister aller Boxklassen nieder. Jetzt verkündet der Ukrainer einen überraschenden Comeback-Plan - aber in einem anderen Limit.

Oleksandr Usyk hat Berichte bestätigt, nach Ende seiner Schwergewichts-Herrschaft wieder ins Cruisergewicht "abzusteigen", um in der Gewichtsklasse bis 200 Pfund (90,72 Kilogramm) gegen US-Star David Benavidez in den Ring zu steigen. "Weil ich das Schwergewicht leer gefegt habe und jetzt zurück in meinem Gewicht bin", erläuterte der 39-Jährige bei DAZN seine Beweggründe.

Auf die Frage, wie viele Kilogramm er zurzeit mit sich trage, zog Usyk sein T-Shirt hoch und präsentierte ein Sixpack. "Jetzt? 96, 97", sagte Usyk mit einem Grinsen. Ein Duell mit dem ungeschlagenen Benavidez sei "ein großer Kampf, denn Benavidez ist ein großer Champion - und ich ein bisschen auch". Der 29-jährige Benavidez ist in 32 Kämpfen ungeschlagen und hält im Cruisergewicht die Titel der Verbände WBA, WBC und WBO. Am 5. Dezember verteidigt er die Titel gegen den Polen Michal Cieslak. Die Box-Bibel "The Ring" hatte berichtet, Usyk (in 25 Kämpfen unbesiegt), werde im Cruisergewicht zunächst um den vakanten IBF-Gürtel kämpfen, um danach gegen Benavidez die Nummer 1 der 200-Pfund-Klasse zu ermitteln.

Usyk war 2012 nach seinem Olympiasieg in London ins Profilager gewechselt und trat bis 2018 im Cruisergewicht an, der zweithöchsten Gewichtsklasse im Preisboxen. Im Jahr 2018 eroberte der Ukrainer die WM-Gürtel aller bedeutenden Verbände und krönte sich zum unumstrittenen Weltmeister. Danach wechselte er ins Schwergewicht, wo er dieses Kunststück nach jeweils zwei Siegen über die Superstars Anthony Joshua (2021, 2022) und Tyson Fury (2024) wiederholte.

Usyk ließ Kabayel stehen

Im Mai hatte Usyk seine Krone in einem Multimillionen-Spektakel an den Pyramiden von Gizeh gegen Kickbox-Legende Rico Verhoeven aus den Niederladen verteidigt. Der Champion wirkte dabei allerdings nicht auf der Höhe, gewann in Runde elf durch einen umstrittenen Abbruch des Ringrichters. Einen Monat später legte Usyk seine Titel von WBC, WBA und IBF nieder, der Bochumer Agit Kabayel stieg beim WBC daraufhin vom Interims- zum vollwertigen Weltmeister auf - dem ersten deutschen Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling vor 94 Jahren. Kabayel hatte Usyk zuvor in Kairo vergeblich zu einem Schlagabtausch in Deutschland herausgefordert.

Usyk verkündete seine Pläne in Riad. In die saudische Hauptstadt war er gereist, um seinen Freund Canelo Alvarez zu unterstützen. Der mexikanische Superstar gewann gegen den Franzosen Christian Mbilli den WBC-Gürtel im Supermittelgewicht durch einen einstimmigen Punktsieg. Die Boxshow in Riad stand im Vorfeld in der Kritik, weil sie die Veranstalter trotz wiederholter Drohnen- und Raketenangriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Saudi-Arabien unbeirrt durchzogen.

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