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Friday, October 9, 2026

Zootiere müssen weg – Die Tage der Trampeltiere im Zoo Zürich sind gezählt

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  • Bis 2030 sollen im Zoo Zürich nur noch bedrohte oder für die Forschung relevante Tiere leben.
  • In den nächsten zwei Wochen müssen vier Trampeltiere den Zoo verlassen, auch die Seehunde müssen weichen.
  • In den kommenden Jahren werden weitere nicht gefährdete Arten den Zoo verlassen und bedrohte neu hinzukommen.

Die vier Trampeltiere, die zurzeit im Zoo Zürich leben, gehörten nicht zu den bedrohten Tierarten, erklärt Zoodirektor Severin Dressen. «Die Trampeltiere sind eine Haustierrasse. Wir können den Platz für eine bedrohte Art viel besser nutzen.» Den Platz der Trampeltiere werden die sogenannten Goldtakine übernehmen.

Ein gehörntes Tier steht auf einem felsigen Hügel.
Legende: Der Goldtakin übernimmt: Sobald die alte Kamel-Anlage renoviert ist, dürfen sie im Zoo Zürich einziehen. iStock/Wim Wyloeck

Die Tiere aus der Familie der Hornträger stammen aus dem Himalaja, sehen aus wie eine Mischung aus Geiss und Rind, haben ein goldfarbenes Fell und gehören im Gegensatz zu den Trampeltieren zu den bedrohten Arten.

Vom Umzug der Trampeltiere ist auch die Zunft zum Kämbel betroffen. Das Kamel ist ihr Wappentier, und für das Sechseläuten kamen bislang jeweils drei Kamele aus dem Zoo an den Umzug. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern, sagt Zunftmeister Christian Bretscher: «Für uns ändert sich nicht besonders viel. Die Kamele werden auch künftig am Sechseläuten dabei sein. Neu reisen sie einfach aus Olmerswil TG an und kommen nicht mehr zu Fuss vom Zoo zum Umzug.»

Der Wechsel ist eine Konsequenz der vom Zoo Zürich angekündigten, neuen Strategie: sich nur noch auf Arten zu konzentrieren, die bedroht oder für die Forschung wichtig sind.

So sind die Kamele bei Weitem nicht die einzige Art, die den Zoo Zürich bald verlassen muss: Auch die Seehunde müssen gehen, bestätigt Zoodirektor Severin Dressen: «Da sie nicht bedroht sind und die jetzige Anlage veraltet ist, müssen sie den Zoo irgendwann verlassen.» Ihr neues Zuhause ist allerdings noch nicht bekannt.

Bereits bekannt ist, wohin es die Trampeltiere verschlägt: Sie kommen auf den Kamelhof im thurgauischen Olmerswil. Alle Tiere, die den Zoo verlassen müssen, sollen ein neues Zuhause finden, verspricht Dressen. Denn sie seien Teil eines europaweiten Haltungs- und Zuchtprogramms.

Trotz der neuen Ausrichtung: Tiere wie Elefanten, Nashörner, Gorillas, Tiger oder Giraffen bleiben von einem Austausch verschont. Denn ihre Bestände gelten in der Wildnis als bedroht.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 7.10.2026, 6:31 Uhr ;  kerf;buec;brus

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