Shitstorm: Pamela Reif wirbt für Anti-Cellulite-Produkte

- Pamela Reif erntet für ihre neue Anti-Cellulite-Creme einen Shitstorm in den sozialen Medien.
- Die Fitness-Influencerin (30) wirbt mit ihrer Marke «éla» für ein Produkt, das 32 Prozent weniger Cellulite in 28 Tagen verspricht.
- Kritikerinnen werfen ihr vor, natürliche Körpermerkmale als Problem darzustellen – zwischen 80 und 90 Prozent aller Frauen haben Cellulite.
Mit diesen Reaktionen auf ihr neues Produkt hat Pamela Reif (30) wohl nicht gerechnet. Ihre Marke «éla» führt künftig eine Anti-Cellulite-Creme im Sortiment. Bis zu 32 Prozent weniger Cellulite in 28 Tagen, verspricht das Produkt. Wieso die natürlichen Dellen als Problem dargestellt werden, kritisieren nun einige und zweifeln zudem an der Wirkung einer solchen Creme.
«Wie soll das gehen?»
Wie das gehen soll, stellten sich einige nach der Ankündigung ihrer neuen Produkte. Ein User schreibt auf Instagram: «Die Frage ist nicht ‹Geht das überhaupt?›, sondern ‹Warum wird Frauen eingeredet, wir brauchen das?›». Pamela bringt zudem nicht nur eine Creme auf den Markt, sondern auch ein schnelleinziehendes Körperöl. In einem separaten Video reagiert sie auf einige Kommentare, hält sich aber vom Aspekt des Schönheitsideals weit entfernt.
Zwischen Inhaltsstoffen wie Bio-Shea-Butter und Mandelöl beinhalten die Produkte auch den Inhaltsstoff «Lipout». Der Wirkstoff stammt aus einer Mikroalge, der einen «Browning-Effekt» erzeugen soll. Der sogenannte «Browning-Effekt» fördert den Stoffwechsel von Fettzellen in der oberen Hautschicht, nicht aber das Bindegewebe darunter. «Der Ursprung der Cellulite wird also nicht beeinflusst, das optische Ergebnis auf der Oberfläche schon», merkt Reif an.
Zwischen unzähligen Fragen und Vorwürfen formulieren einige ihre Kommentare auch etwas drastischer: «2026 und wir versuchen immer noch Geld zu machen mit Dingen, die per Anatomie nicht veränderbar sind», oder «Eigentlich folge ich deinem Content gerne, aber das ist wirklich niveaulos, liebe Pamela.» Viele sind von diesem Beitrag enttäuscht.
«Cellulite ist völlig normal»
Ganz so eindeutig, wie manche Kommentare vermuten lassen, ist Pamelas Botschaft allerdings nicht. Sie selbst schreibt: «Cellulite ist völlig normal, egal ob man sportlich, dünn oder kurvig ist. Niemand muss sie loswerden.» Trotzdem findet sie es nicht verwerflich, wenn sich jemand eine glattere oder festere Haut wünscht. Der Widerspruch in Pamelas Kommentarspalte ist deshalb gross. Die einen wollen ihre Cellulite überhaupt nicht mehr als vermeintlichen Makel behandeln. Andere wünschen sich trotzdem ein glatteres Hautbild. Erwartungen sollen deshalb nicht zu hoch sein, das bedeutet allerdings nicht, dass Pflegeprodukte für die Haut das Erscheinungsbild nicht beeinflussen.
Was hältst du von Anti-Cellulite-Produkten wie dem neuen von Pamela Reif?
Wie entsteht Cellulite?
Bei Frauen ist das Bindegewebe anders aufgebaut als bei Männern. Fettzellen können sich bei Frauen leichter Richtung Hautoberfläche drücken und so die Unebenheit entstehen lassen. Zwischen 80 und 90 Prozent aller Frauen sind davon betroffen, auch sehr schlanke und sportliche Frauen. Hormone, Veranlagung, Alter und die Struktur des Bindegewebes spielen dabei eine Rolle.
Stella Regenscheit (str), arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im People-Ressort.
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