Tracy (27) nimmt ihr iPhone mit ins Bett – plötzlich raucht es

- Tracy (27) aus Dornach SO verbrannte sich im Schlaf am Rücken, als ihr iPhone 16 Pro Max überhitzte und zu rauchen begann.
- Das Gerät war laut Tracy nicht ans Ladekabel angeschlossen – trotzdem stieg Rauch aus zwei der drei Kameralinsen auf.
- Der Apple-Support konnte ihr bislang nicht helfen; Experten raten davon ab, Smartphones im Bett zu laden.
Tracy aus Dornach wurde am Wochenende wegen Schmerzen aus dem Schlaf gerissen: «Ich bin aufgewacht, weil etwas ganz heiss wurde und meinen Rücken verbrannte.» Sie zog daraufhin ihr iPhone unter der Decke hervor. Dieses war zu dem Zeitpunkt nicht an einem Ladekabel angeschlossen, so die 27‑Jährige. «Plötzlich kam Rauch aus zwei der drei Linsen», schildert sie den Schreckmoment.
«Mit einem Tuch hob ich es aus dem Bett und versuchte, es anzuschalten.» Doch das Smartphone reagierte nicht, es war kaputt, so die Frau. Den Apple-Support kontaktierte sie online: Bislang konnte er ihr nicht weiterhelfen, so die 27‑Jährige. Apple warnt auf seinen Support-Seiten ausdrücklich davor, das iPhone während des Ladevorgangs mit ins Bett zu nehmen.
Matratze, Decke und Kissen begünstigen Erwärmen
Andrea Morgenthaler-Hassler von der Medienstelle der Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB) empfiehlt, Handys nicht im oder auf dem Bett zu laden. Dies, da sich der Lithium-Ionen-Akku während des Ladevorgangs erwärmen kann.
Zusätzlich kann eine Matratze, Bettdecke oder ein Kissen das Erhitzen begünstigen, da die Hitze nicht entweichen kann, wie sie gegenüber 20 Minuten ausführt. «Akkus sollten deshalb auf einer feuerfesten Unterlage und fern von brennbaren Materialien geladen werden», so Morgenthaler. Zudem sollten Akkus nicht über Nacht oder unbeaufsichtigt ans Ladekabel gesteckt werden.
Die Expertin stellt aber klar: Die normale Nutzung eines intakten Mobiltelefons im Bett ist hingegen nicht grundsätzlich als Brandgefahr einzustufen. Kritischer ist laut Morgenthaler insbesondere die Verwendung beschädigter Akkus oder ungeeigneter Ladegeräte.
Gefährliche Handy-Netzteile für wenige Franken
Auch der Schweizer Konsumentenschutz warnt. Besonders Handy-Netzteile, die es in Onlineshops für wenige Franken gibt, können gefährlich werden. «Für Konsumentinnen und Konsumenten ist es nur schwer oder gar nicht erkennbar, ob ein Produkt gefährlich ist oder nicht», heisst es.
Ein anerkanntes Schweizer Prüfzeichen ist das freiwillige Sicherheitszeichen des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI). Demnach weisen Geräte mit anerkannten Prüfzeichen höhere Ansprüche an die Produktsicherheit nach.
2020 kontrollierte das ESTI 1427 Geräte: Jeder sechste Artikel fiel durchs Raster. Bei den mangelhaften Proben waren Geräte dabei, die zu Stromschlag, Rauchbildung oder gar Brand führen könnten.
Wie gehst du mit dem Handy im Bett um?
Darum solltest du deinen Akku checken
Ist ein Smartphone aufgebläht oder ungewöhnlich heiss, kann dies ein Hinweis auf einen defekten Akku sein, schreibt Swiss Recycle.
Ursachen für einen überlasteten Akku können Überladung oder Überhitzung sein. Anzeichen für einen defekten oder schlechter werdenden Akku sind eine kurze Akkulaufzeit, Ladeprobleme oder eine unvollständige Ladung sowie ein plötzlich leerer Akku nach dem Laden, so Swiss Recycle. Bemerkst du diese Veränderung an deinem Smartphone, solltest du den Akku austauschen oder vorsorglich entsorgen.
Pina Olivia Wiemer (pow) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist seit Mai 2026 Praktikantin bei der Lokalredaktion Basel.
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