5000 Passagiere bestürzt: Kreuzfahrt fährt an falschen Ort

- Die Reederei Royal Caribbean leitet die «Oasis of the Seas» kurzfristig nach Kanada statt auf die Bahamas um.
- Grund ist stürmisches Wetter in der Karibik, die Planänderung erfolgt knapp zwölf Stunden vor der Abfahrt.
- Die rund 5000 Gäste dürfen in Halifax nicht von Bord und erhalten Geld und Reisegutscheine als Entschädigung.
5000 Urlauber freuten sich auf eine entspannende Kreuzfahrt in der Karibik. Knapp zwölf Stunden vor der Abfahrt des Kreuzfahrtschiffs «The Oasis of the Seas» entschied sich dessen Reederei jedoch für eine Planänderung. Anstatt zu den Bahamas ging es jetzt nach Kanada.
Die Empörung unter den Gästen war gross. Zumal sie Badekleider, kurze Hosen und Shirts oder Sommerkleider eingepackt hatten – nichts für die kalten Gefilde bei Halifax, Nova Scotia. Hinzu kommt: Die Passagiere durften beim neuen Zielhafen gar nicht von Bord gehen.
«Ich komme ja aus Kanada!»
Nicholas Meli ist drei Stunden nach New Jersey gefahren, um dort an Bord des Schiffes zu gehen. Er und seine Familie freuten sich auf ihre Bahamas-Ferien. Die Melis kommen aus Toronto. Die Kreuzfahrt hat sie also wieder nach Hause geschickt. «Ich komme ja aus Kanada!», sagte Meli gegenüber der New York Post. «Ich wollte auf die Bahamas. Ich bin sehr enttäuscht.»
Wie flexibel würdest du dich bei kurzfristigen Planänderungen einschätzen?
Mikayla Iverson erfuhr von den Planänderungen, als sie mit ihrer Familie in Newark gelandet war. Ihr Post auf Instagram, in dem sie sich darüber aufregt, ging viral. «Ich weiss nicht, wie ich diese Info um 1 Uhr morgens verarbeiten soll», schreibt sie zum Post. «Und meine drei kleinen Kinder auch nicht.»
Stürmisches Wetter führte zur Entscheidung
Die Reederei Royal Caribbean traf die Entscheidung wegen stürmischen Wetters in der Karibik. Es ist schon öfter vorgekommen, dass Kreuzfahrtschiffe bei schlechtem Wetter einzelne Häfen auslassen oder ihre Route ändern. Eine kurzfristige Verlegung in eine andere Region ist jedoch eher unüblich.
Royal Caribbean reagierte auf die Beschwerden und entschädigte die betroffenen Kunden mit Geld und Reisegutscheinen. Die Gäste mussten sich jedoch mit Halifax abfinden. «Da wir für diese Reise eine Stange Geld ausgegeben haben, habe ich allen gesagt, sie sollen ihren Frust noch vor dem Einsteigen in das Kreuzfahrtschiff loswerden», erklärt Familienvater Dwayne Hicks der New York Post. «Sobald wir an Bord sind, will ich davon nichts mehr hören.»
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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