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Friday, October 30, 2026

Dünnhäutig gegenüber Reporter: Trump sagt letzte Wahlkampfauftritte ab

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Dünnhäutig gegenüber ReporterTrump sagt letzte Wahlkampfauftritte ab

30.10.2026, 05:59 Uhr

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Am Wochenende will Trump keine Auftritte vor Ort mehr absolvieren. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Aus Trumps Wahlkampf-Endspurt wird ein Telefon-Sprint: In den letzten Tagen vor den Midterms wirft der Präsident seine Planungen um und streicht zwei Auftritte. Statt persönlich vor Ort will er seine Anhänger lieber virtuell mobilisieren.

US-Präsident Donald Trump verzichtet auf zwei Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen zum Kongress. Trump sage zwei seiner letzten Wahlkampfveranstaltungen vor den Midterms ab, teilte seine Republikanische Partei mit. Anstelle der Veranstaltungen in Kansas und Iowa werde der Präsident eine "große Anzahl" virtueller "Telerallyes" in zahlreichen Bundesstaaten abhalten. Trumps letzte Wahlkampfveranstaltung soll nun am Freitag in Florida stattfinden.

Da die Republikaner in Kansas und Iowa "in einer starken Position" seien, würden die zuvor geplanten Auftritte in diesen Bundesstaaten "nicht mehr wie vorgesehen stattfinden", erklärte das Organisationsgremium der Partei, das Republican National Commitee (RNC). Trump hätte eigentlich am Samstag in Kansas die Werbetrommel für den republikanischen Senator Roger Marshall rühren sollen, der sich ein enges Rennen mit seinem demokratischen Herausforderer liefert. "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich nach Kansas fahren muss", sagte Trump. Sein Auftritt in Iowa war ursprünglich für Sonntag angesetzt.

Statt den etwa 90-minütigen Auftritten vor Ort soll Trump laut dem RNC nun in einem "72-Stunden-Sprint" seine Anhänger in fast 20 Bundesstaaten in den deutlich kürzeren Telefon-Veranstaltungen mobilisieren. Der US-Sender CBS News spricht von einer abrupten Kehrtwende. Eigentlich hatte Trump für die letzten Tage des Wahlkampfs einen Rally-Marathon angekündigt.

Trump pöbelt Journalisten an

Derweil wurde Trump gegenüber einem Reporter ausfällig, der Fragen zu den Planänderungen hatte. Der Journalist hatte ihn gefragt, ob er das Reisen satt habe. Trump erwiderte daraufhin: "Du bist krank, diese Frage zu stellen. Du bist krank." Trump äußerte sich gegenüber dem Reporter nach seiner Rückkehr von einer Wahlkampftour in South Carolina nach Washington. "Ich fühle mich großartig. Du bist widerlich. Bring dich mal in Form, du siehst furchtbar aus", sagte er zu dem Journalisten.

Kurz vor den Kongresswahlen am 3. November sind die Republikaner im Umfragetief. Sie könnten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und womöglich auch im Senat einbüßen. Meinungsforscher rechnen mit einem deutlichen Sieg der oppositionellen Demokraten. Trump selbst steht nicht auf dem Stimmzettel. Dennoch nimmt er an zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen teil, um das Ruder herumzureißen.

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