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Monday, October 5, 2026

Raser-Duell kostet Frau das Leben: Mordanklage gegen Autofahrer

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  • Zwei Männer stehen in Genf vor Gericht, weil sie im Juli 2023 auf der Route de Lausanne ein illegales Raser-Duell ausgetragen haben sollen.
  • Dabei wurde eine 31-jährige Velofahrerin von einem der Autos erfasst und getötet – der Fahrer raste mit bis zu 148 km/h.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft beiden Männern Mord sowie weitere schwere Verkehrsdelikte vor.

Zwei Männer stehen seit Montag in Genf vor Gericht. Ihnen wird unter anderem Mord vorgeworfen. Die beiden sollen sich im Juli 2023 mitten in der Nacht ein Raser-Duell geliefert haben. Dabei wurde eine 31-jährige Velofahrerin von einem der Autos erfasst und getötet.

Der Unfall ereignete sich am 22. Juli 2023 gegen 2 Uhr auf der Route de Lausanne. Die beiden Männer kannten sich zuvor nicht und waren jeweils mit einer Beifahrerin unterwegs. Zwischen dem Quai du Mont-Blanc und dem Botanischen Garten lieferten sie sich ein Rennen. Einer der Fahrer hatte Alkohol getrunken, der andere Kokain konsumiert.

Mit bis zu 148 km/h durch Genf

Der damals 33-Jährige raste laut Anklage mit schätzungsweise 142 bis 148 km/h über die Route de Lausanne. Er war damit fast dreimal so schnell unterwegs wie erlaubt.

Auf Höhe der Hausnummer 241 erfasste er eine 31-jährige Velofahrerin, die vor ihm in dieselbe Richtung unterwegs war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Frau fast 50 Meter weit weggeschleudert. Sie starb noch am Unfallort.

Nach dem Zusammenstoss mit der Velofahrerin geriet das Auto auf die Gegenfahrbahn und prallte in einen entgegenkommenden Wagen. Dessen Fahrer wurde leicht verletzt.

«Bilder verfolgen ihn bis heute»

Vor Gericht räumte der Fahrer am Montag ein, für den Tod der Frau verantwortlich zu sein. Laut einem Korrespondenten von RTS sagte er, das Unglück habe ihn schwer getroffen. Die Bilder davon würden ihn bis heute verfolgen.

Der Mann ist bereits mehrfach in der Schweiz und in Frankreich vorbestraft.

Zweiter Fahrer sagt, er habe Rennen vorher abgebrochen

Der zweite Beschuldigte war zum Zeitpunkt des Unfalls 22 Jahre alt. Er erklärte vor Gericht, er trage eine moralische Mitverantwortung für das Geschehene.

Nach seiner Darstellung hatte er das Raser-Duell einige Hundert Meter vor dem tödlichen Unfall abgebrochen, weil ihm die Situation zu gefährlich geworden sei. Sein Verhalten erklärte er mit seinem damals jungen Alter, seinem leistungsstarken Sportwagen und seinem Wunsch, Eindruck zu schinden.

Staatsanwaltschaft wirft beiden Mord vor

Beide Männer sind wegen Mordes angeklagt. Hinzu kommen laut Anklageschrift Vorwürfe wegen versuchten Mordes, Gefährdung des Lebens und schwerer Verkehrsdelikte.

Der Vorwurf des versuchten Mordes steht auch im Zusammenhang mit der Kollision nach dem tödlichen Zusammenstoss mit der Velofahrerin, bei der der Fahrer des entgegenkommenden Autos leicht verletzt wurde.

Ähnlicher Fall diesen Sommer in Genf

Erst im vergangenen Juli ereignete sich in Genf ein ähnlicher tödlicher Unfall. Auf der Route de Malagnou wurde ein 30-jähriger Töfffahrer, der an einer roten Ampel wartete, von einem Auto erfasst und getötet.

Auch in diesem Fall sollen zuvor zwei Autofahrer ein Raser-Duell ausgetragen haben. Der Fahrer des Unfallwagens wurde festgenommen, der zweite beteiligte Autofahrer später identifiziert.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

François Schlatter

François Schlatter (frs) ist Journalist und seit 2010 stellvertretender Chefredakteur bei 20 minutes. Er ist verantwortlich für die Print-Ausgabe, die Priorisierung der Artikel und die Gestaltung der Titelseite der Zeitung.

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